Calmy-Reys Kandidatur als UNO-Hochkommissar

Micheline Calmy-Rey soll für das Amt des UNO-Hochkommissars für Menschenrechte kandidieren. Die liberale israelische Zeitung «Ha’aretz» schreibt in ihrer gestrigen Online-Ausgabe, dass UNO-Generalsekretär Ban Ki Moon mit potenziellen Kandidaten Gespräche führe. Besonders verärgert sind die Israeli, dass unter den Anwärtern auch der mexikanische Diplomat Luis Alfonso de Alba und Bundesrätin Calmy-Rey sind. De Alba sei mit seinen antiisraelischen Ansichten aufgefallen. Die Schweizer Außenministerin missfällt den Israeli wegen ihres offiziellen Besuchs in Iran vom vergangenen März, wegen ihrer offenen Unterstützung der Hamas und der Hizbullah und wegen ihrer antiisraelischen Positionen, die sie bei jeder Gelegenheit vertritt.
In Bern weiss man angeblich nichts von Micheline Calmy-Rey als Kandidatin für das Amt des UNO-Hochkommissars nichts wissen. EDA-Sprecher Georg Farago soll gegenüber dem „Sonntag“ erklärt haben: „Bundesrätin Calmy-Rey hat klar gesagt, dass sie nicht als Kandidatin zur Verfügung steht. Daran hat sich nichts geändert.“
Wer so oft lügt, wie Calmy-Rey, dem glaubt man nicht…

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Biokraftstoffe – Verbrechen gegen die Menschlichkeit?

 (AP) Jean Ziegler, UNO-Sonderberichterstatter für das Recht auf Nahrung, hat ein fünfjähriges Moratorium für die Produktion von Biokraftstoffen gefordert. Durch die Verwendung von Pflanzen wie Getreide und Zucker für die Herstellung von Biodiesel würden Grundnahrungsmittel teurer und mehr Menschen müssten hungern, erklärte Jean Ziegler am Freitag (Ortszeit) am Sitz der Vereinten Nationen in New York. «Die Umwandlung von fruchtbarem Ackerland zur Herstellung von Biokraftstoffen ist ein Verbrechen gegen die Menschlichkeit». Die Agrarproduktion müsse dafür eingesetzt werden, den Hunger einzudämmen, forderte Ziegler. Damit stellt er sich unter anderem gegen US-Präsident George W. Bush, der sich für eine verstärkte Nutzung von Biotreibstoffen einsetzt.

«Sie haben nicht das Recht, selbst wenn sie den Klimawandel bekämpfen, dieses (vom Hunger ausgelöste) völlige Massaker fortzusetzen», sagte Ziegler zu solchen Plänen. Als Beispiel schilderte Ziegler, dass es 232 Kilogramm Mais bräuchte, um 50 Liter Ethanol zu produzieren. Damit könne ein Kind in Mexiko oder Sambia ein ganzes Jahr ernährt werden.

Biokraftstoffe für Verbrennungsmotoren werden aus Biomasse hergestellt. Dazu gehören zum Beispiel Mais, Getreide, Zuckerrüben, Raps oder Pflanzenöle. Endprodukte sind meistens die Treibstoffe Biomethanol oder Biodiesel. Vorteile dieser Energiegewinnung: Sie ist nachhaltig (d.h. besteht aus nachwachsenden Rohstoffen), relativ CO2-neutral und wenig umweltbelastend. Nachteile: Die Produktion nachwachsender Rohstoffe verringert die Anbaufläche für Nahrungsmittel. Monokulturen sind schädlich für die Artenvielfalt und führen zu Abholzung und Vertreibung von Kleinbauern. In Entwicklungsländer werden Grundnahrungsmittel dadurch immer teurer.

Ein ganz normaler Tag in Darfur


Weder die UNO noch der schöngeistige UN-Menschenrechtsrat oder die europäischen Politiker rühren einen Finger, den Genozid in Darfur zu verhindern. Sie warten ab – um in zehn Jahren eine Leugnung des Genozids unter Strafe zu stellen.