die madagassischen Chamäleons. Das steht heute in der Online-Ausgabe des New Scientist. Das kurze Leben des Furcifer labordi spielt sich folgendermassen ab: Es verbringt acht Monate seines Lebens im Ei, wächst innerhalb von zwei Monaten zur Geschlechtsreife heran, pflanzt sich fort und stirbt.
Der frühe Tod liege am energieintensiven Reproduktionsakt des Chamäleons, sagen die Forscher. In bisher unveröffentlichten Experimenten konnte der Forscher feststellen, dass das Sexualverhalten der kleinen Reptilien ein energetisch aufwändiges Unterfangen für beide Partner darstellt. „Zunächst raufen sich die Männchen in langen Kämpfen um ein Weibchen, ehe es dann zu einem nicht minder heftigen Paarungsgeschehen zwischen den beiden Geschlechtspartnern kommt“, erklärt der Forscher. Die Trockenzeit in Madagaskar ist eine starke physiologische Belastung sodass viele Tiere eine Art „Winterschlaf“ halten, um Energie zu sparen. Offensichtlich gibt es aber auch Arten, die das Problem durch den Tod lösen, so der Experte. Es sei für manche Spezies durchaus sinnvoll die ganze Energie in einen einzelnen Reproduktionszyklus zu bündeln. „Möglicherweise ist das bei manchen Chamäleonspezies weiter verbreitet, als bisher angenommen.“ Grillitsch berichtet, dass er selbst Chamäleon-Weibchen gesehen hat, die völlig abgemagert immer noch Eier in sich getragen haben und kurz nach dem Ablegen gestorben sind. Karsten vermutet zudem auch, dass diese Tierart sehr hohe Werte der Sexualhormone in sich tragen. Das könnte das aggressive Paarungsverhalten erklären, aber auch den frühen Tod.
ptat