Hubert Spiegel hat sich mit dem Buch, das kein Buch ist, weil es nicht gedruckt, sondern allenfalls ausgedruckt wird, dem Roman, der kein Roman ist, sondern ein „Privatroman“ auseinandergesetzt und das gesamte Werk der Nobelpreisträgerin Elfriede Jelinek gelesen.
„Neid“, das ist eine Geschichte, die keine Geschichte erzählt, sondern Geschichte verhandelt: Privatgeschichte und Zeitgeschichte, Wassertropfen aus der alltäglichen Nachrichtenflut bis hin zu Amstetten und Natascha Kampuschs Schicksal.
Das Sterben der Städte, das Verschwinden der Arbeit, Frauenschicksale und Männerklischees, der Hass auf Österreich, die verkommene Touristenkulisse und perfekte Probebühne für die Tragödien und Farcen des Welttheaters, das sind in etwa die wichtigsten Themen dieses Projekts, das im vergangenen Jahr begonnen und vor kurzem abgeschlossen wurde, als die Autorin dem Wörtchen „Ende“ noch eine Nachbemerkung folgen ließ: „Unvollständige oder fehlerhafte Sätze bitte (jeder für sich selbst) ergänzen bzw. korrigieren.“
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