Habermas und Irans Schauprozesse

Was sich im Iran abspielt, ist derart entsetzlich, dass es selbst Micheline Calmy-Rey und ihren Ahmadinedschad verherrlichenden Beamaten auffallen müsste. Doch mit geschlossenen Augen kann man halt wirklich nichts sehen.
Der iranische Theologe Mojtahed Schabestari, dem in einem der Teheraner Schauprozesse unter anderem ein Treffen mit Jürgen Habermas zur Last gelegt wird, hat zu den Vorwürfen Stellung genommen: „Ich schreibe das nicht, um mich gegen einen Tatvorwurf zu verteidigen. Auch wenn auf jener Sitzung über die Entwicklung der Säkularisierung im Iran gesprochen worden wäre, wäre es kein Vergehen gewesen. Intellektuell Interessierte dürfen sich über jeden Gegenstand austauschen und einen Dialog führen.“

Irans Satellit auf Umlaufbahn

Jetzt hat Iran die Möglichkeit, Atomsprengköpfe an jedes Ziel auf dieser Erde zu transportieren.

Der Satellit «Omid»  – Hoffnung – sei von der ebenfalls in Iran entworfenen und gebauten Trägerrakete „Safir“ – Botschafter – transportiert worden. Die Trägerrakete war im vergangenen Jahr zweimal erprobt worden und von Teheran als grosser Erfolg für die iranische Raumfahrtindustrie trotz internationaler Sanktionen wegen des Atomprogramms gefeiert worden.

Ob die Nieten dieser Welt dies raffen?

Quelle: Reuters

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Die Religion hat die Macht

Der deutsch-iranische Schriftsteller Said blickt in einem Gespräch
auf die Islamische Revolution vor dreißig Jahren zurück, als der Ayatollah Chomeini – mit der Sympathie der gesamten westlichen Linken – den Schah von Persien stürzte. Said zweifelt am Verstand des Westens.

„Zum ersten Mal nach einigen 100 Jahren hat eine Religion die Macht übernommen! Ein Unikum in der modernen Zeit. Ich glaube, der Westen hat immer noch nicht die Tragweite dieses Ereignisses begriffen“

Ein Anzeichen für ein Ende der Mullah-Herrschaft sieht Said nicht:

„Es gibt Tendenzen, leider auch fatale. Noch nie wurde so viel Alkohol getrunken, noch nie waren so viele Jugendliche drogenabhängig. Nirgends im Nahen Osten sind die Moscheen so leer wie im Iran. Dieser Islam, der als Allheilmittel gepriesen worden ist, bekommt nicht einmal die Tomatenpreise in den Griff. Kurz gesagt: Diejenigen, die mit Parolen gegen die gottlose Dekadenz an die Macht gekommen sind, sorgen nun dafür, dass die Religion immer mehr Anhänger verliert. Ich wage zu behaupten, dass der Islam im Iran nie so verpönt war wie heute.“

Aber das Mullah-Regime ist fest etabliert – und keiner versucht, den Iran davon zu befreien.

Wenn Ahmadinedschad die Schweiz besucht

wird die offizielle Schweiz ganz einknicken und sich vor ihm zu Boden werfen.

Auf Anweisung des Bundesrates werden alle Israel-Flaggen von Schweizer Polizisten zum Verschwinden gebracht, damit sich der Tyrann aus dem islamistischen Staat Iran nicht an Israel erinnern muss.

Auf Anweisung des Bundesrates werden Schweizer Polizisten alle Jaffa-Orangen, -Grappefruits und Avocados in Restaurants, Hotels und Geschäften beschlagnahmen und entfernen und dasselbe mit den Büchern jüdischer Autoren in Buchhandlungen machen, damit sich der Diktator der islamistischen Republik Iran nicht an Israel erinnern muss, das er von der Landkarte tilgen will.

Und die Juden kriegen per Dekret Hausarrest aufgebrummt.

Diktatoren und Tyrannen bringen dem schwachen Bundesrat das Fürchten bei, so sehr, dass er die freie Schweiz in einen Polizeistaat verwandelt, um den lieben Besucher nicht zu kränken.

Quelle

Israel in iranischer Geiselhaft

Der französische Staatspräsident Nicolas Sarkozy ist scheinbar Pfadfinder und vollbringt jeden Tag eine gute Tat. So auch gestern, als er seinen Mittelmeer-Gipfel inszeniert hat. Er hat dafür viel Lob eingeheimst und scheinbar den syrischen Präsidenten Assad als neuen Freund gewonnen. Dieser neue Sarkozy-Freund hat Radio France ein Interview gewährt und gesagt, für einen Angriff, egal von welcher Seite, werde Israel bezahlen und, weil er scheinbar Angst vor den USA hat, („It will cost the United States and the planet dear,“) „Das wird die Vereinigten Staaten und den Planeten teuer zu stehen kommen.“ Der wahrlich reizende Freund Sarkozys nimmt Israel in Geiselhaft, droht den USA und weil das nicht genug ist, dem Planeten Erde.
Mit Israel in Geiselhaft, erwartet Sarkozys neuer Freund, dass die Welt dem Iran beim Urananreichern und Kernwaffenentwickeln wohlwollend zuschaut – und Applaus spendet.

„Softcore“ – Sex, Drogen und Langeweile

Omid Nouripour hat den Roman „Softcore“ des Deutsch-Iraners Tirdad Zolghadr gelesen. Er ist in dem Buch einem psychedelisch schillernden Psychogramm der iranischen Oberschicht begegnet und stellt fest, die Teheraner-Oberschicht ist genauso dekadent wie jede andere dieser Art.

„In „Softcore“ beschreibt der Protagonist sein sporadisch geführtes Engagement für eine Galerie. Ihn treibt dabei aber nicht etwa sein Kampf für die Kunstfreiheit an, sondern eher seine dominante, wohlhabende Freundin Stella. Diese ostentativ postmoderne Lebensweise wird ihm allerdings in der politisch-explosiven Atmosphäre des Iran zum Verhängnis. Tirdad wird verhaftet, weil er einen Blumenladen filmt, er gerät in Machenschaften, die er nicht versteht, er ist ferngesteuert und überfordert und redet sich dabei ein, er würde die Welt überfordern. Die Hybris des Bohemiens in Teheran ist also eigentlich genau dieselbe wie an den anderen Orten der Handlung, seien sie Lagos, Beirut, Hamburg oder Zürich auch. Diese Grundhaltung aber ist in Teheran tödlich.“

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Antisemitische Performance in Berlin

Mohammad Larijani, Bruder des iranischen Parlamentsvorsitzenden, zuständig für iranische Sicherheitsfragen und für das iranische Atomprogramm, Leiter er des Instituts für theoretische Physik und Mathematik in Teheran, Mitglied des iranischen “Menschenrechtskomitees” und Freund von Micheline Calmy-Rey, hat laut yetnews aus einer Konferenz für „Frieden und Konfliktlösung“ in Berlin eine antizionistische und antiisraelische Performance gemacht. Finanziert von der deutschen Bundesregierung, der Friedrich-Ebert-Stiftung und der deutschen evangelische Kirche.