Friedensnobelpreis für Erdogan?

Es wird immer besser: die EU will Frieden zwischen Hamas und Fatah und damit eine Radikalisierung der Palästinenser, während Ayatollah Naser Makeram-Shirasi, die Verleihung des Friedensnobelpreises an den türkischen Regierungschef Recep Tayyip Erdogan fordert. Unter uns gesagt: dem Nobelkomitee ist alles zuzutrauen. Auch das.
Dass 23 000 Juden in der Türkei derzeit unter einer noch nie da gewesenen antisemitischen Stimmung leiden, interessiert nicht einen Medienschaffenden; er müsste dafür ja recherchieren…

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Hamas gratuliert Erdogan

Welche eine Wohltat für den türkischen Ministerpräsidenten, der an Obama die Forderung stellt, Hamas und Hizbullah vom Status der Terroristen zu befreien:

Die radikalislamische Hamas gratulierte Erdogan am Freitag für sein «mutiges Verhalten» in Davos. «Wir werten sein Verlassen des Saals als ein Ausdruck der Unterstützung für die Opfer des von den Zionisten angerichteten Holocaust», sagte Hamas-Sprecher Fawzi Barhoum gemäss einer Mitteilung.

Heute steht Erdogan damit auf der Seite der Hamas; er hat nichts unterlassen, diesen Eindruck zu verstärken – alles im Interesse der Wahlen in der Türkei.
Die türkischen Islamisten sind an seiner Seite…

Erdogan behauptete, Shimon Peres habe sich bei ihm entschuldigt, was ein israelischer Sprecher dementiert.

Vereinigung der Versager

Klaus Bittermann in der Jungle World:

Vielleicht ist gerade das Wissen um das eigene Ver­sagen die Grundlage, warum sich die Linke mit den Palästinensern so identifiziert und die unerfüllten Hoffungen und geheimen Wünsche auf sie projiziert. Während es die Linke als Bewegung nicht mehr gibt und sie ideologisch zerstritten ist, stellt sich die Hamas hingegen als einheitlicher Kampfverbund dar, der einen Lebenszweck hat, der darin besteht, das zu erreichen, was die Nazis nicht ganz geschafft haben. Der Hamas werden als nationaler Befreiungsbewegung Sympathien entgegengebracht, ohne zu erwähnen, dass sie mit Gewalt über den Alltag herrscht und dass, wer ihr in die Quere kommt, schnell in einer Folterzelle enden kann, und auch ohne ein Wort über die Ideologie der Hamas zu verlieren, die »Die Protokolle der Weisen von Zion« für eine Aufklärungsschrift hält.

Dass die Hamas ein religiös-fundamentalistischer Heimatvertriebenenverband ist, der die glei­che Blut-und-Boden-Ideologie wie die Nazis und eine widerwärtige Heldenverehrung betreibt – »Palästina wird frei sein. Unser Blut wird seinen Boden tränken« –, scheint die Linke nicht zu stören. Dass die Hamas die eigenen Kinder als Selbst­mordattentäter ausbildet und anschließend als Märtyrer verehrt, ist kein Geheimnis, und deshalb ist es umso erstaunlicher, dass Linke wie Elmar Altvater und Sahra Wagenknecht glauben, in einem »Offenen Brief« die Hamas in Schutz nehmen und extra darauf hinweisen zu müssen, dass die Hamas keinesfalls alleine »für das Leiden der palästinensischen Bevölkerung (…) verantwortlich gemacht« werden könne.

Bittermann schreibt außerdem, die Titel von Junge Welt und Taz der vergangenen Wochen hätten eine Qualität, “die selbst Kai Diekmann eine gewisse Bewunderung abgenötigt haben dürften. »Mittags ist Mordpause«, »Gezielter Terror«, »Wer stoppt Israel?«, »Phosphor auf Kranke«, »Israels sinnloser Krieg«, »Israel schießt auf die Uno« lauteten die Aufmacher der beiden Blätter“.

gefunden bei Wadi-Blog

Calmy-Reys Kandidatur als UNO-Hochkommissar

Micheline Calmy-Rey soll für das Amt des UNO-Hochkommissars für Menschenrechte kandidieren. Die liberale israelische Zeitung «Ha’aretz» schreibt in ihrer gestrigen Online-Ausgabe, dass UNO-Generalsekretär Ban Ki Moon mit potenziellen Kandidaten Gespräche führe. Besonders verärgert sind die Israeli, dass unter den Anwärtern auch der mexikanische Diplomat Luis Alfonso de Alba und Bundesrätin Calmy-Rey sind. De Alba sei mit seinen antiisraelischen Ansichten aufgefallen. Die Schweizer Außenministerin missfällt den Israeli wegen ihres offiziellen Besuchs in Iran vom vergangenen März, wegen ihrer offenen Unterstützung der Hamas und der Hizbullah und wegen ihrer antiisraelischen Positionen, die sie bei jeder Gelegenheit vertritt.
In Bern weiss man angeblich nichts von Micheline Calmy-Rey als Kandidatin für das Amt des UNO-Hochkommissars nichts wissen. EDA-Sprecher Georg Farago soll gegenüber dem „Sonntag“ erklärt haben: „Bundesrätin Calmy-Rey hat klar gesagt, dass sie nicht als Kandidatin zur Verfügung steht. Daran hat sich nichts geändert.“
Wer so oft lügt, wie Calmy-Rey, dem glaubt man nicht…

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