Marc Zitzmann berichtet vom Wirbel in Frankreich um Carla Brunis anstehendes Album „Comme si de rien n’etait“. Noch fügen sich die meisten französischen Medien den Wünschen des Regierungschefs Sarkozy. Doch das Pfeifen der Spatzen von den Dächern von Paris berichtet von Medienmanipulationen und da ist es von Vorteil, wenn sich Sarko in den Schatten der Schönen stellen kann.
„Sarkozy hat nie gezögert, sein Privatleben zu instrumentalisieren. Seit September sind seine Umfragewerte stetig gesunken; heute stellt Bruni unzweifelhaft einen Trumpf für den angekündigten Wiederaufschwung dar. Bei den Arbeitern und Rentnern, die sich in besonderem Mass vom Präsidenten verraten fühlen, beträgt Brunis Zustimmungsquote mit 71 Prozent ziemlich genau das Doppelte derjenigen ihres Mannes.
Auch ist die dritte Gattin des Präsidenten im Gegensatz zu Cécilia Ciganer-Albéniz, von der sich Sarkozy im Oktober hatte scheiden lassen, willens, ihre Rolle zu spielen. Die ersten Schritte auf dem internationalen Parkett, in Tschad, Südafrika, vor allem bei Sarkozys Staatsbesuch in London dieses Frühjahr, gelangen glänzend. An die Laufstege der Mode gewöhnt, verbindet Bruni natürliche Eleganz mit einem Understatement, das Sarkozy bis jetzt völlig abging. Die relative Zurückhaltung, die der Präsident neuerdings an den Tag legt, mag dem späten Bewusstsein entspringen, bisher allzu hemmungslos über die Stränge geschlagen zu haben, sicher aber auch dem Einfluss seiner Frau.“



