Francis Ford Coppola „Jugend ohne Jugend“

Peter Zander kann seine Enttäuschung über Francis Ford Coppolas neusten Film „Jugend ohne Jugend“, nach einer Vorlage von Mircea Eliade nicht verhehlen.

Coppola wollte sich damit noch mal völlig neu erfinden. Das ist ihm, leider, nicht gelungen. Nach dem US-Start im vergangenen Dezember hat der Film selbst eingefleischte Fans, gelinde gesagt, enttäuscht. Die Kinos blieben leer. In Deutschland wurde der Start verschämt hinausgezögert. Morgen kommt er nun doch ins Kino.

„Bienvenue chez les Ch’tis“ – der Film

Gerhard Midding stellt den größten französischen Filmerfolg innerhalb Frankreichs vor – die Komödie „Bienvenue chez les Ch’tis“, die Frankreichs Norden auf den Arm nimmt.

Der Autobahnpolizist versteht die Welt nicht mehr. Immerhin hat er selten mit Verkehrssündern zu tun, die das Mindesttempo unterschreiten. Aber als er vom harten Schicksal des Mannes erfährt, den er angehalten hat, ist sein Mitgefühl groß: Er war bisher Leiter des Postamtes in Salon-de-Provence und ist nun in den Norden strafversetzt worden.

Seine Frau hat ihn mit Winterjacke, Pelzmütze und Schneestiefeln ausstaffiert, denn aus provençalischer Sicht beginnt der Polarkreis gleich hinter der Loire. „Bon courage!“ gibt der Polizist ihm mit auf den Weg; man weiß schließlich, wie rau die Sitten im Norden sind, wo die Einheimischen die Trostlosigkeit ihrer Existenz nur mit exzessiven Alkoholgenuss und schwer im Magen liegender Küche ertragen.

Die Abenteuer, die der verzagte Philippe Abrams (Kad Merad, der für „Keine Sorge, mir geht’s gut“ einen César erhielt) dort erlebt, haben jetzt schon mehr Zuschauer als jeder französische Film zuvor in die Kinos gelockt. Bereits bei seinem Vorstart in der Region Nord-Pas de Calais hat er Rekorde gebrochen: Ein Viertel der dortigen Bevölkerung strömte allein in den ersten zwei Wochen in „Bienvenue chez les Ch’tis“, in dem ein Sohn der Region nicht nur die Hauptrolle spielt, sondern den er auch geschrieben und inszeniert hat: der Komiker Dany Boon, Kinozuschauern hier zu Lande als Partner Daniel Auteuils in „Mein bester Freund“ vertraut.

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Anthony Minghella ist tot

Der englische Oscar-Preisträger und Regisseur Anthony Minghella ist tot. Er sei im Alter von 54 Jahren gestorben, teilte sein Agent am Dienstag mit. Minghella hatte 1997 für das Filmdrama „Der Englische Patient“ den Oscar als bester Regisseur bekommen.An dem Film „Der Vorleser“, der derzeit noch im Dreh ist, war er als einer der Produzenten beteiligt. Für den Film „Der talentierte Mr. Ripley“ schrieb er das Drehbuch und führte Regie.

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Film „I’m not there“

Michael Pilz bespricht unter dem Titel „So oft haben wir Bob Dylan nie gesehen“ Todd Haynes’ Dylan-Film „I’m Not There“.

„I’m Not There“ ist alles andere als ein herkömmliches und stringent montiertes Biopic wie „Walk The Line“ oder „Control“. Man lernt hier keinen Menschen in der Hülle eines Popstars kennen. Sondern die multiple Kunstfigur, in die einen die Popkultur verwandelt. Dylan hat selbst emsig dazu beigetragen. Während seiner frühen Jahre hat der Folksänger der Menschheit aberwitzige Geschichten aufgetischt. Vom Auftrag schwarzer Bluesbeschwörer und vom Vagabundenleben.
Nun bespringt im Film ein elfjähriger Schwarzer namens Woody (Marcus Carl Franklin) einen Güterwagen. Wie Bob Dylans Vorbild Woody Guthrie führt der winzige Tramp eine Gitarre mit sich, auf der steht, dass sie Faschisten töte. Manchmal schminkt sich Woody auch wie Charlie Chaplin.“

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„Die Wohlgesinnten“ – alle Medien bemühen sich

Jonathan Littels Roman „Die Wohlgesinnten“ muss zu einem Erfolg werden. Auch ARTE bemüht sich um ihn. avanti media hat für den Fernsehsender eine Dokumentation über Jonathan Littells Roman „Die Wohlgesinnten“ gedreht. In dem Film kommen In der Dokumentation kommen unter anderen auch Claude Lanzmann, Michel Friedman, der Verleger Antoine Gallimard zu Wort. Und der Schauspieler Christian Berkel liest aus der Fiktion Passagen, die von Oliver Hirschbiegel inszeniert worden sind. ARTE zeigt „Die Wohlgesinnten – Auf den Spuren eines literarischen Phänomens“ am Donnerstag, den 28.2. um 22:40 Uhr.
Wehe, wenn dieser Roman kein Erfolg im deutschsprachigen Raum wird….