Kritik an „Comme si de rien n’était“ verletzt Carla Bruni

Frankreichs First Lady, die Sängerin Carla Bruni, versucht gelassen mit der Kritik an ihrem neuen Album umzugehen. sagt aber „Natürlich verletzt mich das“, im Gespräch mit dem Radiosender RTL. Trotzdem finde sie es „normal“, dass manche Leute sich abfällig über die neue CD äußerten, die seit Freitag im Laden ist. „Jeder hat das Recht auf eine eigene Meinung.“ Sie versuche, sich an die positiven Reaktionen zu halten, die immerhin „recht zahlreich“ seien, sagte Bruni, die seit Februar mit dem Präsidenten verheiratet ist.
Diese Kritik aber wird sie nicht verletzen.
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Das geheime Tagebuch der Carla Bruni

Wie Elise Cannuel berichtet, beschäftigt sich das bitterböse Satiremagazin „Le Canard Enchaîné“ allwöchentlich mit Nicolas Sarkozy und Carla Bruni. Seit Nicolas Sarkozy das Präsidentenamt angetreten hat, geht es der Ente blendend. Wer wissen will, was im imaginären Tagebuch der Carla Bruni geschrieben steht, muss die Ente kaufen…

Carla Bruni stiehlt Sarko die Show

Marc Zitzmann berichtet vom Wirbel in Frankreich um Carla Brunis anstehendes Album „Comme si de rien n’etait“. Noch fügen sich die meisten französischen Medien den Wünschen des Regierungschefs Sarkozy. Doch das Pfeifen der Spatzen von den Dächern von Paris berichtet von Medienmanipulationen und da ist es von Vorteil, wenn sich Sarko in den Schatten der Schönen stellen kann.

„Sarkozy hat nie gezögert, sein Privatleben zu instrumentalisieren. Seit September sind seine Umfragewerte stetig gesunken; heute stellt Bruni unzweifelhaft einen Trumpf für den angekündigten Wiederaufschwung dar. Bei den Arbeitern und Rentnern, die sich in besonderem Mass vom Präsidenten verraten fühlen, beträgt Brunis Zustimmungsquote mit 71 Prozent ziemlich genau das Doppelte derjenigen ihres Mannes.
Auch ist die dritte Gattin des Präsidenten im Gegensatz zu Cécilia Ciganer-Albéniz, von der sich Sarkozy im Oktober hatte scheiden lassen, willens, ihre Rolle zu spielen. Die ersten Schritte auf dem internationalen Parkett, in Tschad, Südafrika, vor allem bei Sarkozys Staatsbesuch in London dieses Frühjahr, gelangen glänzend. An die Laufstege der Mode gewöhnt, verbindet Bruni natürliche Eleganz mit einem Understatement, das Sarkozy bis jetzt völlig abging. Die relative Zurückhaltung, die der Präsident neuerdings an den Tag legt, mag dem späten Bewusstsein entspringen, bisher allzu hemmungslos über die Stränge geschlagen zu haben, sicher aber auch dem Einfluss seiner Frau.“

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Frankreich, eine Phallokratie

In der französischen Tageszeitung «Libération» ist ein sechsseitiges Interview mit Carla Bruni erschienen. Sie spricht über Musik und Politik und betont, es sei mühsam, ihre Stellung in dem phallokratischen System Frankreichs zu finden. In der Online-Ausgabe von Liberation kann das Interview auszugsweise als Video heruntergeladen werden.