Gontard wird von den kolumbianischen Behörden verdächtigt, im Rahmen einer Geiselbefreiung der Farc-Guerilla rund 500′000 Dollar Lösegeld übergeben zu haben. Gontard solle zu seinen Kontakten zur Farc vernommen werden, kündigte Iguarán, der Generalstaatsanwalt, gegenüber dem kolumbianischen Radiosender «La W» an. Er behauptet, es gebe Elemente, die darauf hinwiesen, dass Contard Urheber eines Deliktes sein könnte.
Iguarán stütze seinen Entscheid, nach seinen eigenen Worten, auf Aussagen des kolumbianischen Verteidigungsministers Juan Manuel Santos. Dieser hatte verlauten lassen, Dokumente, die auf dem Computer des in Ecuador getöteten Farc-Kommandanten Raúl Reyes gefunden wurden, deuteten darauf hin, dass Gontard der marxistischen Guerilla Geld übergeben habe.
Contard ist sofort zurück in die Schweiz gereist, als diese Vorwürfe laut geworden sind. Er hat sich zu den Vorwürfen nicht geäußert.
Die Chefbeamten von Calmy-Reys Departement bestreiten Contards Rolle als Geldbote. Und Novartis, welche Contard die 500.000 USDollar übergeben haben soll, um die beiden Geiseln auszulösen, bestreitet jede Lösegeldzahlung.
Es ist unwahrscheinlich, dass Contard den Farc-Terroristen das Geld selbst übergeben hat. Er hat es höchstens an einen „Zwischenhändler“ weiter gereicht, der es dann der Farc übergeben hat.


