Cyber sexual culture in Teheran

Zwischen 2000 und 2007 fuhr die US-amerikanische Anthropologin Pardis Mahdavi immer wieder nach Teheran, um in Interviews und durch Partybesuche zu erfahren, wie iranische Jugendliche das Verbot von außer- und vorehelichem Sex umgehen. Im Oktober vergangenen Jahres wurde ihre Studie bei Stanford University Press unter dem Titel »Passionate Uprisings: Iran’s Sexual Revolution« veröffentlicht und fand in der amerikanischen Presse ein großes Echo.
Doris Akrap hat Pardis Mahdavi im Interview zu ihrer Studie befragt.

Friedensnobelpreis für Erdogan?

Es wird immer besser: die EU will Frieden zwischen Hamas und Fatah und damit eine Radikalisierung der Palästinenser, während Ayatollah Naser Makeram-Shirasi, die Verleihung des Friedensnobelpreises an den türkischen Regierungschef Recep Tayyip Erdogan fordert. Unter uns gesagt: dem Nobelkomitee ist alles zuzutrauen. Auch das.
Dass 23 000 Juden in der Türkei derzeit unter einer noch nie da gewesenen antisemitischen Stimmung leiden, interessiert nicht einen Medienschaffenden; er müsste dafür ja recherchieren…

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Irans Satellit auf Umlaufbahn

Jetzt hat Iran die Möglichkeit, Atomsprengköpfe an jedes Ziel auf dieser Erde zu transportieren.

Der Satellit «Omid»  – Hoffnung – sei von der ebenfalls in Iran entworfenen und gebauten Trägerrakete „Safir“ – Botschafter – transportiert worden. Die Trägerrakete war im vergangenen Jahr zweimal erprobt worden und von Teheran als grosser Erfolg für die iranische Raumfahrtindustrie trotz internationaler Sanktionen wegen des Atomprogramms gefeiert worden.

Ob die Nieten dieser Welt dies raffen?

Quelle: Reuters

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Die Religion hat die Macht

Der deutsch-iranische Schriftsteller Said blickt in einem Gespräch
auf die Islamische Revolution vor dreißig Jahren zurück, als der Ayatollah Chomeini – mit der Sympathie der gesamten westlichen Linken – den Schah von Persien stürzte. Said zweifelt am Verstand des Westens.

„Zum ersten Mal nach einigen 100 Jahren hat eine Religion die Macht übernommen! Ein Unikum in der modernen Zeit. Ich glaube, der Westen hat immer noch nicht die Tragweite dieses Ereignisses begriffen“

Ein Anzeichen für ein Ende der Mullah-Herrschaft sieht Said nicht:

„Es gibt Tendenzen, leider auch fatale. Noch nie wurde so viel Alkohol getrunken, noch nie waren so viele Jugendliche drogenabhängig. Nirgends im Nahen Osten sind die Moscheen so leer wie im Iran. Dieser Islam, der als Allheilmittel gepriesen worden ist, bekommt nicht einmal die Tomatenpreise in den Griff. Kurz gesagt: Diejenigen, die mit Parolen gegen die gottlose Dekadenz an die Macht gekommen sind, sorgen nun dafür, dass die Religion immer mehr Anhänger verliert. Ich wage zu behaupten, dass der Islam im Iran nie so verpönt war wie heute.“

Aber das Mullah-Regime ist fest etabliert – und keiner versucht, den Iran davon zu befreien.

Iran erwartet Entschuldigung von Obama

Die Versöhnungsgeste des Amerikanischen Präsidenten Barack Obama an die islamische Welt ist dem iranischen Präsidenten Ahmadinedschad nicht genug: Obama solle sich für die „Verbrechen“ entschuldigen, die die USA in den vergangenen 60 Jahren am Iran begangen hätten, forderte Ahmadinedschad. „Wer von Wechsel spricht, muss sich beim iranischen Volk entschuldigen und versuchen, die bösen Taten der Vergangenheit wieder gutzumachen.“ Die USA müssten sich von der „expansionistischen Politik“ der Vergangenheit verabschieden.

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