Wieder Amok in Deutschland

Begleitet wird auch diese Tat von einem ratlosen „Warum“. – Warum meinen immer mehr Menschen, sie müssten andere mit sich nehmen, wenn sie sich umbringen wollen. Es wird nicht lange dauern und die Antwort wird sein: Videospiele und die ungewohnte Hitze. Es ist zum K…
Mehr zum Amoklauf im Kreis Viersen

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Die Sünden der Ulla Schmidt

Ulla Schmidt hat sich vorbildlich verhalten – in diesem Jahr und nachdem ihr der Dienstwagen an ihrem Urlaubsort in Spanien geklaut worden ist: Sie hat die Kosten für die Hin- und Rückfahrt privat abgerechnet.
Leider aber konnte sie das für die Jahre 2004 bis 2008 nicht nachholen. Und jetzt schaut sie dumm aus der Wäsche. Doch das Bundesgesundheitsministerium ist zur Hilfe geeilt:

„Gemäß den Lohnsteuerhinweisen“ des Bundesfinanzministeriums seien diese Fahrten „sogenannte Leerfahrten“ gewesen, da nur der Fahrer in dem Wagen gesessen habe.

Und 2009 war keine Leerfahrt, sondern Leerlauf…
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Katar steigt bei VW ein

Am Nachmittag trafen die Vertreter des Emirates Katar in Deutschland ein. Sie wollen sich noch heute mit dem Porsche-Aufsichtsratschef und VW- Aufsichtsratsmitglied Wolfgang Porsche treffen. Derweil droht VW dem potentiellen Opel-Käufer Magna mit dem Entzug von Aufträgen.
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Hochhuth versus Peymann

Der Dramatiker Rolf Hochhuth ist im Gerichtsstreit mit Claus Peymann unterlegen und bleibt vorerst von der Bühne des Berliner Ensembles am Schiffbauerdamm ausgesperrt.
Mehr über diesen Streit findet sich heute in den Feuilletons hier, hier und hier

Keine Literaturgeschichte der Mauer?

Rolf Schneider schreibt zum Jahrestag des Mauerbaus.

Er fragt sich warum noch niemand auf die Idee gekommen ist, eine Literaturgeschichte der Mauer zu schreiben. Das Ende der Mauer am 9. November 1989 werde literarisch ausführlich bedacht; nicht aber der Bau der Maurer, der Anfang des Getrenntseins der Deutschen von Deutschen.

„Sonderbarerweise wurde noch niemals eine Literaturgeschichte der Berliner Mauer probiert. Merkwürdiges träte zutage: Unmittelbar nach dem 13. August 1961 richteten die damaligen West-Berliner Autoren Günter Grass und Wolfdietrich Schnurre an den DDR-Schriftstellerverband einen Offenen Brief mit der Aufforderung, „das Unrecht vom 13. August beim Namen zu nennen … Wer schweigt, wird schuldig.“ Die Antwort verfasste Stephan Hermlin, ein als eher liberal geltender DDR-Autor: „Von welchem Unrecht sprechen Sie? … Was am 13. August erfolgte, war ein logischer Schritt in einer Entwicklung, die nicht von dieser Seite der Stadt eingeleitet wurde.“"

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Die mit dem Dschihad spielen

Da die Terroristen von der Sauerlandgruppe ihre Pläne offenlegen und ohne jede Reue gestehen, werden sie in ein paar Jahren wieder auf die westliche Gesellschaft losgelassen.

„Da saß der 29 Jahre alte Sohn einer Ärztin und eines Unternehmers, in München geboren und Ulm aufgewachsen, mit einem braven Mittelscheitel – und plauderte in nüchternem Ton und ohne Zeichen von Reue von der Planung eines Blutbads. Er hatte sich mit seinen Anwälten ein Konzept gemacht, aber er redete frei. Als ob er über die Erlebnisse in einem Abenteuerurlaub berichten würde, schilderte er die Stationen seines Weges in den Terrorismus.
Die Zeit seiner Radikalisierung in Ulm, die ersten Kontakte des Wirtschaftsstudenten zu einem Hassprediger im örtlichen Multikulturhaus, verbunden mit der Abkehr vom westlichen Lebensstil und der Konvertierung zum Islam, sparte Gelowicz noch aus.

An den Anfang seiner Beichte setzte er eine gemeinsame Pilgerreise mit Attila Selek und Adem Yilmaz im Januar 2005 nach Mekka, auf der sie feststellten: „Wir hatten die gleichen Ansichten über den Dschihad.“ Von nun war ihr ganzes Streben darauf ausgerichtet, an diesem Kampf der selbst ernannten Gotteskrieger gegen den Westen teilzunehmen.
[...]
Am Ende des Prozesstages verriet Gelowicz noch einiges über seine Beweggründe. „Ziel war es nicht, einfach Ungläubige zu töten“, betonte der frühere Anführer. Es habe auch keinen Hass auf die westliche Kultur gegeben. „Kernproblem“ sei, so seine Begründung, „die Palästina-Frage und die „Amerikaner als Schutzmacht Israels“ gewesen.
Als Richter Breidling ihn fragte, ob der Dschihad der falsche Weg gewesen sei, gab Gelowicz eine Antwort, deren Reuegehalt die Juristen erst noch ausloten müssen: „Rückblickend würde ich es nicht noch einmal tun“, sagt er und fügte hinzu. „Heißt es, dass ich alles bereue? Heißt es, dass ich alles verurteile? Das heißt es nicht. Wenn ich etwas zu bereuen habe, wenn ich einen falschen Weg gegangen bin, dann ist es eine Sache zwischen Allah und mir.“

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Intelligenz – Politisch gerechte Verteilung

Olaf Scholz (SPD) will dafür sorgen, dass junge Leute besser qualifiziert werden. Alle, ohne Ausnahme, sollen ein Abitur machen und danach die Universitäten verstopfen. Er hofft auf diese Weise, die Intelligenz „gerechter“ verteilen zu können. Scholz verkündet stolz „Wir brauchen dringend mehr Spezialisten in Mathematik und Technik.“ Ob die neue Art der StudentInnen mit Mathe oder Technik etwas anfangen können, ist von untergeordneter Bedeutung: Hauptsache Deutschland ersäuft im akademischen Proletariat.

Ulla Schmidt darf Untergang der SPD beschleunigen

Alles Rechtens, sagt der Rechnungshof zur Dienstwagenaffäre der Gesundheitsministerin Ulla Schmidt; sie darf mit ihrem Dienstwagen machen, was sie will – ihn auch klauen lassen. Das freut Frank-Walter Steinmeier derart, dass er sie in sein Wahlkampf-Team berufen hat: sie soll den Untergang der SPD beschleunigen – und zwar dalli!
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Profitieren auch Sie vom Schweizer Sozialsystem

Die Verneiner der Personenfreizügigkeit mit der EU erhalten Schützenhilfe aus Deutschland, wo die Site com-to-switzerland.com aufgeschaltet worden ist, welche über die Schweizer Blödheit triumphiert und den Deutschen rät, in die Schweiz zu ziehen und Arbeitslosenkasse zu plündern. Das gilt selbstverständlich auch für Hartz IV-Empfänger.

«Sind Sie noch Hartz-IV-Empfänger? Seien Sie nicht dumm, lassen Sie es sich lieber in der Schweiz gutgehen!»

Das Zauberwort heiße Personenfreizügigkeit

Und unsere Politiker meinen noch immer, wer in der Schweiz den Job verliert,  kehrt umgehend in seine Heimat zurück. – Denkste…

Die Schweizer Beamtenschaft ist hell entsetzt über diese Unverfrorenheit und unsere Politiker raufen sich die Haare. Ändern wollen sie nichts daran…

Quelle

Vergleich Juden – Türken statthaft

Der Publizist Sergey Lagodinsky ist der Meinung, dass man die Diskriminierung von Juden und Türken in Deutschland durchaus vergleichen könne.

„Auch die Minderheiten Europas fühlen sich gerne wie Juden. Während die „Mehrheitsdeutschen“ damit beschäftigt sind, mit der Last der Vergangenheit fertigzuwerden, bedeutet für die Minderheiten in Europa jeder Vergleich mit Juden eine Auseinandersetzung mit der Last der Gegenwart. Durch solche Vergleiche reihen sie sich in die Opferkontinuität der europäischen Verfolgungsgeschichte ein, für die das europäisch-jüdische Schicksal paradigmatisch bleibt und dessen mörderische Zuspitzung der Holocaust bildet. Dies ist gewissermaßen ihre Art, sich in die Mehrheitskultur und -geschichte zu integrieren.
Der Leiter des Zentrums für Türkeistudien, Faruk Sen, wagte eine solche Anknüpfung, als er in einer türkischen Zeitung die heutige Diskriminierung von Türken in Europa mit der von Juden im Europa von einst verglich – freilich nicht, ohne dabei auf die Unterschiede in „Ausmaß“ und „Erscheinungsformen“ zu verweisen.(…)
Von jüdischer Warte aus betrachtet, erscheinen Vergleiche zwischen einzelnen Episoden der europäisch-jüdischen Geschichte und dem Umgang mit den heutigen Minderheiten in Europa meist als ein heikles, aber keineswegs skandalöses Unterfangen. Die Singularität des Holocaust steht außer Frage. Doch niemand beharrt auf der Singularität von jüdischen Diskriminierungserfahrungen, davor und danach.(…)
Kürzlich veranstaltete die Universität Tel Aviv eine Konferenz, bei der sich deutsche und israelische Forscher über genau diese Fragen austauschten. Die Thesen einiger (zumeist israelischer) Forscher, welche die Ressentiments gegen die Juden im 19. Jahrhundert mit denen gegen türkischstämmige Einwanderer im heutigen Europa verglichen, konnte man durchaus als zu weitgehend empfinden. Keiner indes empfand sie als ‘inakzeptabel’. Wenn man einen umstrittenen, aber zweifellos verdienten Forscher wie Faruk Sen wegen eines Vergleichs zwischen der Diskriminierungsgeschichte von Juden und dem Diskriminierungsalltag von türkischen Europäern entlässt, tabuisiert man eine wichtige Debatte.“