Das ist aber interessant: Die Yale University Press verlegt ein Buch über den dänischen Karikaturenstreit – aber ohne die Karikaturen des Propheten, die im Zentrum des Streits standen. Der Verlag hört lieber auf Rat von Islamexperten und untergräbt damit sein eigenes Ansehen. Andreas Platthaus ist mehr oder weniger platt…
Aufhorchen lässt, dass der Verlag Jytte Klausen die schriftliche Zusammenfassung der Expertenmeinungen nur dann zugänglich machen wollte, wenn sie über Inhalte und Namen vollständiges Stillschweigen bewahrte. Offenbar fürchten die befragten Experten schon eine bloße Namensnennung in diesem Kontext. Wie man auf solcher Grundlage Wissenschaft betreiben will, ist unverständlich; Jytte Klausen lehnte denn auch die Einsicht dankend ab. So sind bislang nur einzelne Namen der befragten Fachleute bekanntgeworden, betreffs ihrer Kompetenz muss man Universität und Verlag vertrauen.
Kuschen scheint nicht nur eine Modewort, sondern Tatsache zu sein.


