„Die Türkei entfernt sich von der EU-Achse“

sagt Kadri Gürsel, Journalist der Zeitung Milliyet, der vor einem Abdriften der Türkei in Richtung Osten warnt. Den Ausbruch des Ministerpräsidenten Recep Tayyip Erdogan gegen den israelischen Präsidenten Shimon Peres in Davos findet er da ganz typisch:

„Die Türkei führt ihre Beziehungen zur EU zwar weiter, aber es gibt eine geistige Abkopplung. Der Fall Gaza wurde missbraucht. Rassismus und Antisemitismus werden geschürt. Das Land nähert sich eher dem Nahen Osten, der geistigen Welt des Nahen Ostens. Die Entfernung von westlich-universellen Normen ist aber langfristig eine Gefahr für die Demokratie in der Türkei. Das führt zum religiösen Communitydenken und zu reaktionären Vorstellungen.“

Die Religion hat die Macht

Der deutsch-iranische Schriftsteller Said blickt in einem Gespräch
auf die Islamische Revolution vor dreißig Jahren zurück, als der Ayatollah Chomeini – mit der Sympathie der gesamten westlichen Linken – den Schah von Persien stürzte. Said zweifelt am Verstand des Westens.

„Zum ersten Mal nach einigen 100 Jahren hat eine Religion die Macht übernommen! Ein Unikum in der modernen Zeit. Ich glaube, der Westen hat immer noch nicht die Tragweite dieses Ereignisses begriffen“

Ein Anzeichen für ein Ende der Mullah-Herrschaft sieht Said nicht:

„Es gibt Tendenzen, leider auch fatale. Noch nie wurde so viel Alkohol getrunken, noch nie waren so viele Jugendliche drogenabhängig. Nirgends im Nahen Osten sind die Moscheen so leer wie im Iran. Dieser Islam, der als Allheilmittel gepriesen worden ist, bekommt nicht einmal die Tomatenpreise in den Griff. Kurz gesagt: Diejenigen, die mit Parolen gegen die gottlose Dekadenz an die Macht gekommen sind, sorgen nun dafür, dass die Religion immer mehr Anhänger verliert. Ich wage zu behaupten, dass der Islam im Iran nie so verpönt war wie heute.“

Aber das Mullah-Regime ist fest etabliert – und keiner versucht, den Iran davon zu befreien.

Wortlaut vom Eklat am Davoser WEF

Zwischen Israels Präsident Schimon Peres und dem türkischen Ministerpräsidenten Recep Tayyip Erdogan ist es im Streit über den Gaza-Krieg beim Weltwirtschaftsforum in Davos zum Eklat gekommen. Darauf hat die AKP dafür Sorge getragen, dass Erdogan als Held gefeiert wurde. Damit sind weite Teile der türkischen Bevölkerung, der türkischen Politiker und der Medien nicht einverstanden.

Inzwischen sind mehrere Gerüchte zu Sinn und Zweck von Erdogans Ausraster in Umlauf. Zum einen möchte er Führer der islamischen Welt werden, zum anderen will die AKP den Schauprozess gegen Ergenekon verschleiern.

Der Wortlaut wird hier dokumentiert. Daraus geht hervor, dass Erdogan seine Redezeit sehr wohl genutzt hat.

Tipp: E.S.

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Die Juden, Israel – und wir

Bereits 1969 veröffentlichte Jean Amery: „Der ehrbare Antisemitismus“. Schon damals beschrieb er den aus dem Anti-Israelismus sich generierende Antisemitismus in der politischen Linken.

Einst war das der Sozialismus der dummen Kerle. Heute steht er im Begriff, ein integrierender Bestandteil des Sozialismus schlechthin zu werden, und so macht jeder Sozialist sich selber freien Willens zum dummen Kerl. (…) Jahrelang hat man – um einmal von Deutschland zu reden – den israelischen Wehrbauern gefeiert und die feschen Mädchen in Uniform. In schlechter Währung wurden gewisse Schuldgefühle abgetragen. Das musste langweilig werden. Ein Glück, dass für einmal der Jude nicht verbrannt wurde, sondern als herrischer Sieger dastand, als Besatzer. Napalm und so weiter. Ein Aufatmen ging durchs Land. Jedermann konnte reden wie die „Deutsche National- und Soldaten-Zeitung“; wer links stand, war befähigt, noch den Jargon des Engagements routinemäßig zu exekutieren.“

Malte Lehming hat einen Artikel zum Antisemitismus der Sozialisten geschrieben und ist der Meinung, dass Bob Dylan mit dem Lied „Neighborhood Bully“ im Jahre 1982 den Nagel auf den Kopf getroffen hat.

„Ja, der Störenfried der Nachbarschaft, er ist nur einer / Seine Feinde sagen, er ist auf ihrem Land. / Sie sind Millionen, er einer / kein Ort nimmt ihn, nirgends kann er hin. Er ist der Störenfried der Nachbarschaft.

Der Störenfried der Nachbarschaft versucht zu überleben, / dass er lebt, wirft man ihm vor. / Wehren soll er sich nicht, / eine dicke Haut soll er haben, / auf den Boden soll er sich legen und sterben, wenn sie ihm die Tür eintreten. Er ist der Störenfried der Nachbarschaft.

Der Störenfried der Nachbarschaft wurde aus jedem Land vertrieben, / als Exilant wandert er von Ort zu Ort. Vor seinen Augen wurde die Familie verstreut, seine Landsleute verfolgt und zerstört, / und immer wird ihm vorgehalten, dass er überhaupt geboren ist. Er ist der Störenfried der Nachbarschaft.

Und als er eine Mörderbande k. o. schlug, kamen die Kritiker, / alte Frauen verdammten ihn, er solle sich entschuldigen. / Dann vernichtete er eine Bombenfabrik, es freute sich niemand. / Die Bomben galten ihm. / Und er sollte sich schämen. / Er ist der Störenfried der Nachbarschaft.“

Quelle: Tipp E.S.

AKP bestellte Erdogan Claqueure

Als der türkische Ministerpräsident Recep Tayyip Erdogan am frühen Freitagmorgen aus Davos kommend auf dem Atatürk-Flughafen von Istanbul eintraf, wurde er wie ein Held empfangen. Spontan aber war die nächtliche Jubelkundgebung am Flughafen nicht, berichtet Thomas Seibert aus Instanbul. Während Recep Tayyip Erdogans Jet in Davos abhob, trommelte die Istanbuler Sektion seiner Regierungspartei AKP in aller Eile so viele Anhänger zusammen, wie sie finden konnte, stattete diese mit Flaggen und Transparenten aus und hieß sie bei seiner Ankunft „Die Türkei ist stolz auf dich“ skandieren.
Einen Tag später wurde Erdogan, der „Held von Davos“, von der Realität eingeholt; der grösste Teil der Presse und seine Politikerkollegen äußerten sich nicht eben begeistert zum inszenierten Wutausbruch des Premiers. Die türkische Armee grummelte und die Diplomaten im türkischen Außenamt äußerten sich nach Zeitungsberichten besorgt darüber, dass die Krise in den Beziehungen zu Israel für die Türkei in vielen Bereichen schwerwiegende Folgen haben könne.
Nur die Hamas, die palästinensische Botschaft in Ankara, und die iranische Regierung waren noch voll des Lobes für Erdogan: sie erklärten, er werde durch sein Verhalten in Davos bei den Menschen auf den arabischen Strassen an Renommee gewinnen. Explizit sagte das der angesehene Fernsehjournalist Mehmet Ali Birand voraus.
Anlässlich einer Rede am Freitagnachmittag, forderte er seine Anhänger auf, antiisraelische Sprechchöre ab sofort wieder bleiben zu lassen. Es sei ihm bei seiner Kritik nicht um Israel oder die Juden gegangen, sondern allein um die derzeitige israelische Regierung, die den Angriff auf Gaza zu verantworten habe.

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Auch Merkel ist meschugge

Seit einigen Monaten herrscht in politischen Gremien Ausnahmezustand. Da werden Milliarden in marode Banken gepumpt und dort werden Konjunkturankurbelungspakete geschnürt. Sinnloser Aktionismus mit guten Absichten. So wurde aus der Bankenkrise, eine Finanzkrise, eine Wirtschaftskrise – und heute, anlässlich des WEF’s zeigt sich, dass die Volksvertreter ratlos sind und sich in einer Verstandes- und Vernunftkrise befinden: sie wissen nicht mehr, was sie tun können. Heute mittag kam bereits Geißler – ja, ausgerechnet der Antifa- und Antiglobalisierungs-Geißler – auf die Idee, eine Weltwirtschafts-Regierung zu installieren – und am WEF fing auch Merkel für eine Welt-Regierung zu plädieren an. Sie will die Wirtschaft dem verbrecherisch korrupten Verein namens UNO unterstellen. Ihr Verlangen, die Verantwortung für Deutschland möglichst schnell los zu werden, ist derart ausgeprägt, dass sie diese an die UNO abtreten will und all die anderen unfähigen Regierungschefs sollen es ihr gleichtun: sich von jeder Verantwortung entlasten.

Merkel ist zu hören auf radio drs1 und zu sehen auf sf.tv

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Erdogan – der neue Führer der islamischen Welt

Der türkische Premier, Recep Tayyip Erdogan, soll seinen Wutausbruch in Davos sorgsam geplant und inszeniert haben, erklärt der Redakteur einer einflussreichen türkischen Zeitung. Erdogan wolle nicht nur türkischer Premier bleiben, sondern zum Führer der gesamten islamischen Welt aufsteigen – und den Rest der Welt islamisieren. Mit seinen gegen Israel gerichteten Sprüchen habe er die arabischen Strassen beeindrucken wollen, was ihm schließlich auch gelungen sei: nachdem ihn Moussa mit einem freundschaftlichen Handschlag verabschiedet, hat ihm die Hamas gratuliert. Unüberhörbar.
Klaus Schwab, der Davoser WEF-Gastgeber, hat die Schuld an Erdogans Wutausbruch auf den Moderator David Ignatius geschoben, womit ein Bauernopfer erbracht war.
All das ändere nichts an der Tatsache, sagt der türkische Redakteur, dass Erdogan dabei sei, eine strategisch vorteilhafte Position zwischen Israel und den Arabern, zwischen Amerika und der islamischen Welt zugunsten der „arabischen Straße“ und der islamistischen Radikalisierung zu opfern, um sich vom Mob zum Führer der islamischen Welt erheben zu lassen.
Man darf hoffen, dass er unrecht hat, der Redakteur, der nie und nimmer an Erdogans Seite stehen wird. Doch diese Hoffnung ist schal…
WEF-Berichte / hier

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Graphan – ein neuer Werkstoff

Erst vor wenigen Jahren entdeckten Physiker eine neue Form des Kohlenstoffs: Neben Diamant, Grafit, Buckyballs und Nanoröhrchen kann das Element auch extrem dünne, leitfähige Schichten bilden. Dieses Graphen ist nur eine Atomlage dick und soll zu schnellen Nanoschaltkreisen und neuen Werkstoffen führen. Diese Vielseitigkeit erweiterten britische und russische Wissenschaftler nun durch Wasserstoffatome, die sie erstmals an die hauchdünnen Graphenfilme andocken konnten. Die pfiffige Synthese des neuen Materials – Graphan getauft – erläutern sie in der Zeitschrift „Science“.

„Die Ergebnisse zeigen, dass die Umwandlung von Graphen in andere gigantische Moleküle mit einer regelmäßigen Struktur möglich ist“, berichten Konstantin Novoselov und seine Kollegen von der University of Manchester. Das ist nicht selbstverständlich, da Graphenschichten nur sehr widerspenstig Bindungen mit anderen Atomen eingehen und als weitestgehend chemisch inert gelten. Doch zusammen mit niederländischen und russischen Kollegen gelang es dem Physiker, gezielt Wasserstoffatome in die streng symmetrische Maschendraht-Struktur der dünnen Kohlenstoffschichten einzubauen. Das Ergebnis: das neue Material Graphan.

Für diese Umwandlung von Graphen, die bereits vor zwei Jahren von dem Physiker Jorge Sofo an der Pennsylvania State University theoretisch vorhergesagt wurde, griff das Team um Novoselov zu einem heißen Entladungsplasma aus Argon und Wasserstoff. In diesem trennten sich die gepaarten Wasserstoffmoleküle zu einzelnen Ionen auf. Diese zeigten sich so reaktiv, dass sie die stabilen Kohlenstoff-Bindungen im Graphen aufbrechen und sich in die hauchdünnen Schichten einnisten konnten. Das so geschaffene Graphan blieb selbst bei Raumtemperatur stabil. Erst wenn das Material auf bis zu 450 Grad aufgeheizt wird, löst sich der Wasserstoff wieder und lässt reine Graphenschichten zurück.

Mit zahlreichen Spektroskopie-Methoden wiesen die Physiker den Einbau der Wasserstoffatome nach. Konnten sich zuvor Elektronen frei über die Graphenschichten bewegen, mussten sie nun über die angedockten Wasserstoffatome hinweghüpfen. Die Folge: Die elektrische Leitfähigkeit verringerte sich und konnte über die Menge des Wasserstoffs gezielt variiert werden. Genau diese Eigenschaft macht Graphan nun noch interessanter für neue Schaltkreise als das pure Graphen. „Das extrem dünne Material mit einer Energiebarriere wird wahrscheinlich Nutzen für die Nanoelektronik nach sich ziehen“, schreibt Alex Savschenko.

Auch als sicherer Speicher für Wasserstoff – eingebaut in Brennstoffzellenautos – könnte sich Graphan eignen. Trotz seines geringen Eigengewichts kann es viel von dem energiereichen Gas binden und bei Bedarf wieder abgeben. Nun gilt es, die Eigenschaften von Graphan näher zu untersuchen. Parallel gilt es, ein Syntheseverfahren zu entwickeln, das ohne die aufwändige Spaltung der Wasserstoffmoleküle in einem Plasma auskommt.

Autor: Jan Oliver Löfken / Wissenschaft aktuell

UBS-Bashing der Medien

Nein, ich habe nichts übrig für die Arroganz der Banker und schon gar nicht für jene der UBS, aber das Geschwätz im  Tages-Anzeiger – wo, wenn nicht dort? – mit dem er der Bevölkerung klar machen will, dass die UBS sich selbst zur Bad Bank gemacht habe, geht zu weit.

Die Medien, allen voran der Tages-Anzeiger, betreibt seit fast einem Jahr UBS-Bashing der übelsten Sorte. Es ist schon so: Für die Medienschaffenden des Tagi ist es zu anstrengend, sich mit genauen Recherchen zu befassen, SVP-, Blocher- und UBS-Bashing ist ja so viel einfacher. Einträglicher aber dürfte das für diese Tageszeitung nicht mehr länger sein. Wer für eine Zeitung bezahlt, erwartet etwas mehr Qualität, als der Tagi sie zu erbringen gewillt ist.

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Hamas gratuliert Erdogan

Welche eine Wohltat für den türkischen Ministerpräsidenten, der an Obama die Forderung stellt, Hamas und Hizbullah vom Status der Terroristen zu befreien:

Die radikalislamische Hamas gratulierte Erdogan am Freitag für sein «mutiges Verhalten» in Davos. «Wir werten sein Verlassen des Saals als ein Ausdruck der Unterstützung für die Opfer des von den Zionisten angerichteten Holocaust», sagte Hamas-Sprecher Fawzi Barhoum gemäss einer Mitteilung.

Heute steht Erdogan damit auf der Seite der Hamas; er hat nichts unterlassen, diesen Eindruck zu verstärken – alles im Interesse der Wahlen in der Türkei.
Die türkischen Islamisten sind an seiner Seite…

Erdogan behauptete, Shimon Peres habe sich bei ihm entschuldigt, was ein israelischer Sprecher dementiert.