Calmy-Rey will UN-Sicherheitsrat ummodeln

Die Schweiz hat zusammen mit Costa Rica, Jordanien, Liechtenstein und Singapur eine offene Debatte gefordert, in der die Vorschläge zur Verbesserung der Arbeitsmethoden des UNO- Sicherheitsrates diskutiert werden sollen. Die Initiative zielt darauf ab, den Sicherheitsrat zu erweitern und die UN-Generalversammlung an der Arbeit zu beteiligen. Letzteres würde garantieren, dass der Iran für seine Bemühungen, sich Atomwaffen zu beschaffen nie und nimmer zur Rechenschaft gezogen werden könnte. Der Sicherheitsrat soll ähnlich aufgemischt werden, wie der UN-Menschenrechtsrat.
China und Russland sind strikt dagegen; diese Länder argumentieren, dass es allein Sache des Sicherheitsrates sei, seine Arbeitsmethoden zu bestimmen. Nachgerade erfolgreich ist der Sicherheitsrat nicht, in seinem Bemühen, Friede auf Erden zu schaffen, aber immer erfolgreicher als der UN-Menschenrechtsrat, der den totalitär regierten Staaten zudient.
SDA

Kolumbiens Strafuntersuchung gegen Contard

Gontard wird von den kolumbianischen Behörden verdächtigt, im Rahmen einer Geiselbefreiung der Farc-Guerilla rund 500′000 Dollar Lösegeld übergeben zu haben. Gontard solle zu seinen Kontakten zur Farc vernommen werden, kündigte Iguarán, der Generalstaatsanwalt, gegenüber dem kolumbianischen Radiosender «La W» an. Er behauptet, es gebe Elemente, die darauf hinwiesen, dass Contard Urheber eines Deliktes sein könnte.
Iguarán stütze seinen Entscheid, nach seinen eigenen Worten, auf Aussagen des kolumbianischen Verteidigungsministers Juan Manuel Santos. Dieser hatte verlauten lassen, Dokumente, die auf dem Computer des in Ecuador getöteten Farc-Kommandanten Raúl Reyes gefunden wurden, deuteten darauf hin, dass Gontard der marxistischen Guerilla Geld übergeben habe.
Contard ist sofort zurück in die Schweiz gereist, als diese Vorwürfe laut geworden sind. Er hat sich zu den Vorwürfen nicht geäußert.
Die Chefbeamten von Calmy-Reys Departement bestreiten Contards Rolle als Geldbote. Und Novartis, welche Contard die 500.000 USDollar übergeben haben soll, um die beiden Geiseln auszulösen, bestreitet jede Lösegeldzahlung.
Es ist unwahrscheinlich, dass Contard den Farc-Terroristen das Geld selbst übergeben hat. Er hat es höchstens an einen „Zwischenhändler“ weiter gereicht, der es dann der Farc übergeben hat.

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Der Armeechef mit einer persönlichen Erklärung

Der Wortlaut von Roland Nefs persönlicher Erklärung – hier gefunden

«Gestern Abend ging ein Schreiben der Rechtsvertreterin meiner früheren Partnerin bei meinen Anwälten ein. Dessen Inhalt gebe ich mit Zustimmung der Verfasserin bekannt. Sie stellt darin klar, dass häusliche Gewalt nicht Gegenstand von Vorwürfen meiner früheren Partnerin gegen mich war.

Im Weiteren hält sie fest, dass ihre Mandantin und ich nach der ersten Einvernahme bei der Staatsanwältin eine gütliche Einigung gefunden und Stillschweigen vereinbart haben. Es sei um eine private Angelegenheit gegangen. Meine frühere Partnerin empfinde die derzeitigen Diskussionen als persönlichkeitsverletzend und fühle sich durch die Presse belästigt.

An das vereinbarte Stillschweigen halte auch ich mich. Aus der Tatsache der Verfahrenseinstellung ergibt sich, dass es am öffentlichen Interesse einer Strafverfolgung gegen mich fehlte. Andernfalls wäre Nötigung als Offizialdelikt von Amtes wegen verfolgt worden, und zwar unabhängig von der Desinteresseerklärung meiner früheren Partnerin.
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Ich bin Bundesrat Samuel Schmid dankbar, dass er meine Persönlichkeitsrechte geschützt hat, zumal der Weg zur Verfahrenseinstellung unter Leitung der Staatsanwältin im Zeitpunkt der Vorgespräche zu meiner Nomination bereits aufgezeigt war.»

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Die Ex-Freundin Nefs berichtet

Die ehemalige Partnerin von Roland Nef, dem Armeechef, meldet, ihre Strafanzeige sei nicht wegen häuslicher Gewalt erfolgt. Und der Blick macht daraus, wie könnte es auch anders sein, „Jetzt redet Nefs Ex“ und tut so, als ob sie etwas gesagt habe.

Die Rechtsvertreterin seiner früheren Partnerin habe gestern Abend ein Schreiben an seine Anwälte geschickt, schreibt Nef heute in einer persönlichen Mitteilung. Mit der Zustimmung seiner Ex-Partnerin mache er den dessen Inhalt nun publik.
Er und seine Ex-Partnerin hätten sich nach der Strafanzeige vor der Staatsanwaltschaft gütlich geeinigt und Stillschweigen vereinbart, schreibt Nef weiter. Es sei um eine private Angelegenheit gegangen.

Diese „private Angelegenheit“ hatte eine Strafuntersuchung zur Folge und die kann kaum wegen nichts eingeleitet worden sein. Was sie ausdrücklich erklärt ist, dass sie sich an das Stillschweige-Abkommen mit Nef halten werde. Außerdem fühle sie sich von der Presse belästigt. Hm, dabei ist sie doch an Stalker gewöhnt…
Alles klar, alles logisch, – und für die Katz’.

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Jamie Oliver, der blutige Aufklärer

Es klang nach einem vielversprechenden Event: Ein edles Gala-Dinner, hauptsächlich mit Ei- und Hühnerfleisch, bei Jamie Oliver vor laufender Kamera. Der britische Starkoch ist nicht nur für eine ausgezeichnete Küche bekannt, sondern auch als guter Unterhalter. Jamie erklärte, er wolle den Weg des Hühnerfleisches und der Eier vom Produzenten bis zum Konsumenten dokumentieren. – Ist ja interessant, werden sich die hungrigen Gäste gedacht haben, aber muss das sein? –

So ließ er gleich zu Beginn des „Fowl Dinner“ seine Gäste niedliche Küken sortieren. Die hellgelben sind männlich, die dunkelgelben weiblich – und damit als einzige interessant für die Eierproduktion. Die männlichen, hellgelben Küken wandern in eine kleine Plexiglaskammer und werden vor den Augen der Zuschauer, die sie gerade noch gestreichelt haben, vergast. Kurz schnappen sie nach Luft, bevor sie mangels lebenswichtigen Sauerstoffs die kleinen Köpfchen fallen lassen.

Hm, man hätte die männlichen zur Fleischzucht verwenden können; es gibt kaum etwas Herrlicheres als den Kapaun. Wie dem auch sei, die Gäste und Zuschauer wischten sich Tränen aus den Augen. Doch Jamie blieb unerbittlich. Er schlachtete ein Huhn – und ließ es ausbluten.
Jamie Oliver ist Realist, wer Hühnerfleisch essen will, muss wissen, das das Huhn ein lebendes Wesen war, ehe es im Kochtopf landete.
Markus Münch hat die Sendung auf RTL2 gesehen und lässt sich für die Werbung der Kochsendung von Jamie Oliver einspannen, wie viele andere Journalisten auch…

Bunderat Schmid hat Murphys Gesetz verinnerlicht

Murphys Gesetz und Bundesrat Samuel Schmid sind scheinbar untrennbar miteinander verbunden. Nachdem Bundesrat Schmid auf Anraten seines Armeechefs Roland Nef entgegen jeglicher Vernunft die Weisung erteilt hat, Wachdienst schiebende Soldaten und Rekruten müssten ihre Waffe durchladen um diesen Dienst zu versehen, haben zwei Soldaten an zwei verschiedenen Ort unbeabsichtigt Schüsse abgegeben. Ein Soldat wurde dabei leicht verletzt. Die Vorfälle beschäftigen jetzt die Militärjustiz. Aber die muss ja etwas zu tun haben, sonst kommt sie sich gar überflüssig vor.

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„Chant – Music for Paradise“

Udo Feist mag die Gregorianischen Gesänge nicht. Oder doch: er liebt sie. Aber nur, wenn sie nicht als „Gregorianik für den materialismusgeschädigten Pop-Plebs“ daherkommen und auf gar keinen Fall die Top Ten stürmen.

Eingesungen haben sie die Zisterzienser des 1133 gegründeten Stifts Heiligenkreuz im Wienerwald, vom Plattenriesen Universal, der nach den „most beautiful sacred voices“ suchte, dafür verpflichtet. Mehr als 200 000 Stück sind schon verkauft. Zumeist wandern sie wohl wegen des Sounds, nicht zur Kontemplation in die CD-Schubladen, quasi als Alltagsdroge.

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