Roland Nefs Freundin ist an Schmid-Debakel schuld

Nachdem ich mir den Kommentar in der NZZ zu Gemüte geführt habe, einen Artikel im “Tages-Anzeiger” und schließlich noch die “Experten”, die von 10vor10 auf den Plan gerufen worden sind, ihre Meinung zu Nötigung und Häuslicher Gewalt kund zu tun, gehört habe, weiß ich eines mit Gewissheit: Roland Nef hat nie nichts Unrechtes getan, Bundesrat Samuel Schmid war dabei, hat alles gesehen und von Anfang an gewusst, dass sein Armeechef Nef unschuldig ist. Ein Mann wie Roland Nef gibt doch nicht den Rambo; er nötigt keine Frau, übt sich nicht in häuslicher Gewalt und versetzt sie nicht Angst und Schrecken. Sie wissen doch eh, wie Frauen sind. Sie hat sich das nur eingebildet und aus Versehen Anzeige erstattet. Etwas zartbesaitet, das Ding, ist ja auch Musikerin, da kann man nichts anderes erwarten. Es ist schon so, wie Daniel Foppa vom Tagi den Fall beschreibt

Er – [damit meint er den Fall] – betrifft ausgerechnet jenen Mann, der entscheidend zur Bewältigung des Kander-Dramas beigetragen hat.

Bis jetzt war mir gar nicht bewusst, dass das Kander-Drama bewältigt ist. Ich finde es aber schön, dass etwas bewältigt ist, ehe es geklärt ist. Das ist ebenso einmalig, wie ein Brigadier zum Armeechef ernannt wird, gegen den eine Strafuntersuchung im Gange ist.
Der Gesamtbundesrat ist mit Schmids Vorgehen im Fall Nef einverstanden; die sieben Kleinen arbeiten so hervorragend zusammen, dass keiner davon einen tadeln mag. Ausserdem hat jeder der sieben irgendwo Dreck am Stecken und wenn einer damit anfangen würde, den Dreck aufzuwühlen, käme man an kein Ende mehr. Samuel Schmid wird sich auch weiterhin so verhalten, wie die anderen sechs es erwarten. Man stelle sich einen Kaugummi vor, der weicht jedem Druck aus und findet immer einen Weg…

4 Antworten zu “Roland Nefs Freundin ist an Schmid-Debakel schuld”

  1. Claudio Zanetti Sagt:

    In der NZZ hat Matthias Saxer sogar noch einen anderen Schuldigen ausgemacht: Christoph Blocher.
    Sx. führte aus, es spreche Bände, dass Schmid den Gesamtbundesrat in der vormaligen Zusammensetzung nicht informiert habe. Schmid hatte offensichtlich Angst, dass jemand eine Frage stellen könnte. Damit ist jetzt Schluss. Es herrscht Harmonie. Niemand stellt Fragen, jeder macht was er will, und von der “offensiven Information der Bevölkerung” ist nur dann etwas zu spüren, wenn es gerade opportun ist.

  2. anaximander Sagt:

    Die NZZ ist weit nach links gerutscht. Herr Saxers Kommentar habe ich gelesen und kommentiert. Bereits der Titel der Titelstory im heutigen Blick vermittelt dem geneigten Blickleser einen BR Schmid, der sich vor dem Wolf Blocher fürchtet und darum niemandem sagen konnte, dass Nef nicht ganz sauber ist.
    Es müsste möglich sein, das ganze Parlament aufzulösen und den von diesem blödelnden Parlament gewählten, unfähigen Gesamtbundesrat, der sich nur noch in seiner Eitelkeit sonnt, zu entmachten. Unser System erlaubt das nicht. Wir müssen noch fast vier Jahre warten, bis wir den pöbelnden Damen und Herren zu Bern die Quittung für ihre Unfähigkeit vorlegen können.

  3. regulaerni Sagt:

    @ Claudio Zanetti Hm, ich glaube, Informationen von den massgebenden Stellen gibt es nur dann, wenn diese ihren Eitelkeiten frönen können. Die Affäre Nef zeigt bereits jetzt deutlich, dass eine Hand die andere wäscht. Keiner der sechs wird sich gegen Schmid stellen; sie werden ihn decken. Der Präsident der zuständigen Ständeratskommission hat ihm bereits einen Persilschein ausgestellt.

  4. Pascal Sagt:

    Zumindest eines dieser Inserate habe ich selbst auf http://www.Rotlichtforum.ch gesehen
    und darauf angerufen (wusste ja nicht dass es sich um diese Angelegenheit handelt).
    Als ich dann eine wütende Frau am Telefon hatte, die sich beklagte, wusste ich ganz schnell,
    dass sich da irgendwer einen Scherz erlaubt hat. Hätte allerdings dann doch nicht gedacht,
    dass es sich gleich um einen Menschen mit solch hohem Rang handelt! Eine Frechheit,
    die Frau tut mir echt leid. Möglicherweise wird auf der Webseite noch darüber diskutiert, ich weiss nicht…


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