Nachdem ich mir den Kommentar in der NZZ zu Gemüte geführt habe, einen Artikel im „Tages-Anzeiger“ und schließlich noch die „Experten“, die von 10vor10 auf den Plan gerufen worden sind, ihre Meinung zu Nötigung und Häuslicher Gewalt kund zu tun, gehört habe, weiß ich eines mit Gewissheit: Roland Nef hat nie nichts Unrechtes getan, Bundesrat Samuel Schmid war dabei, hat alles gesehen und von Anfang an gewusst, dass sein Armeechef Nef unschuldig ist. Ein Mann wie Roland Nef gibt doch nicht den Rambo; er nötigt keine Frau, übt sich nicht in häuslicher Gewalt und versetzt sie nicht Angst und Schrecken. Sie wissen doch eh, wie Frauen sind. Sie hat sich das nur eingebildet und aus Versehen Anzeige erstattet. Etwas zartbesaitet, das Ding, ist ja auch Musikerin, da kann man nichts anderes erwarten. Es ist schon so, wie Daniel Foppa vom Tagi den Fall beschreibt
Er – [damit meint er den Fall] – betrifft ausgerechnet jenen Mann, der entscheidend zur Bewältigung des Kander-Dramas beigetragen hat.
Bis jetzt war mir gar nicht bewusst, dass das Kander-Drama bewältigt ist. Ich finde es aber schön, dass etwas bewältigt ist, ehe es geklärt ist. Das ist ebenso einmalig, wie ein Brigadier zum Armeechef ernannt wird, gegen den eine Strafuntersuchung im Gange ist.
Der Gesamtbundesrat ist mit Schmids Vorgehen im Fall Nef einverstanden; die sieben Kleinen arbeiten so hervorragend zusammen, dass keiner davon einen tadeln mag. Ausserdem hat jeder der sieben irgendwo Dreck am Stecken und wenn einer damit anfangen würde, den Dreck aufzuwühlen, käme man an kein Ende mehr. Samuel Schmid wird sich auch weiterhin so verhalten, wie die anderen sechs es erwarten. Man stelle sich einen Kaugummi vor, der weicht jedem Druck aus und findet immer einen Weg…


