Welche Pein für Samuel Schmid

Wie kein zweiter klammert sich Papa Moll alias Samuel Schmid an sein Bundesratsamt. Sein öffentlicher Spielplatz ist die Armee, er ist deren Oberbefehlshaber. Sollte je ein Terrorakt aus der Luft drohen, darf Samuel Schmid „Feuer frei“ rufen und, wenn er mag, ein vollbesetztes Linienflugzeug zum Abschuss freigeben. Einen solchen Mann muss man fürchten. Noch mehr aber seine rechte Hand, den Armeechef, denn dieser ist Samuel Schmids Einflüsterer. Der tumbe Schmid versteht nichts vom Kriegshandwerk, sein Armeechef aber kennt es nur zu gut. So gut anscheinend, dass die „Sonntagszeitung“ schreibt, er habe es sogar zu Hause gegenüber seiner Lebenspartnerin angewendet, „sie bedrängt“ und in „Angst versetzt“ – bis sie ihn angezeigt habe. Der gepeinigte Bundesrat Schmid lässt über sein Departementssprecher mitteilen, das sei eine „rein private Angelegenheit“ des neuen Rambo – äh, Armeechefs gewesen. Zudem habe er gewusst, dass das Verfahren eingestellt werde. Da fragt sich der unbeholfene Steuerzahler logischerweise, welche Mauscheleien in Gang gesetzt worden sein könnten, diesen Nef ohne jedes Verfahren von Schuld und Strafe freizusprechen.
Der gepeinigte Bundesrat Schmid scheint sich zu häuten wie eine Zwiebel. Was am Ende bleibt, dürfte nur noch peinlich sein.
siehe auch Murphys Gesetz gilt auch für den Armeechef

Calmy-Rey verschleudert Steuergelder

Die Direktion für Entwicklung und Zusammenarbeit muss reorganisiert werden. Der heutige Zustand ist unhaltbar. Aber wie reorganisieren? – Nichts einfacher als das: Man lässt die über 400 Mitarbeiter Bewerbungen schreiben. Nicht, dass man sie ersetzen oder gar entlassen wolle, nein, nein, die Beamten-Jobs beim DEZA sind garantiert, sofern die Beamten mit den neuen Pflichtenheften einverstanden seien. Ist das nicht eine hervorragende Idee? – Beamte bewerben sich, nachdem sie seit Jahren beim DEZA beschäftigt sind, erneut beim DEZA – und zeigen mit ihrer Bewerbung, dass sie mit dem neuen Pflichtenheft einverstanden sind. Um diese Neu-Rekrutierung der alten Beamtenschaft durchzuführen, benötigt man noch ein Dutzend Beamte, damit diese die Bewerbungen überprüfen, Mitarbeitergespräche führen…
Bundesräte haben nicht die Pflicht, haushälterisch mit Steuergeldern umzugehen; sie erhöhen die Steuern und das Fußvolk muss bezahlen – egal, wie viel Unsinniges damit betrieben wird.

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Naturwunder

Acht spektakuläre Naturwunder haben auf Anraten der Weltnaturschutzorganisation IUCN bei der UNESCO den Titel „World Heritage Sites“ erhalten. Unter den besonders schützenswerten Regionen sind etwa die jemenitische Insel Sokotra, das Vulkaninselchen Surtsey in Island und die Lagune um die Korallenriffe von Neukaledonien. Jede der acht natürlichen Weltwunder sei von der IUCN genau inspiziert worden und als schützenswert eingestuft worden, meint David Sheppard vom IUCN Protected Areas Programme.
Die rund 3.500 Quadratkilometer große Insel Sokotra, die zu Jemen gehört, wird aufgrund der seltenen Flora und Fauna von Biologen als Galapagos des Indischen Ozeans bezeichnet. Etwa 37 Prozent der Pflanzenspezies, 90 Prozent der Reptilien und 95 Prozent der Landschnecken, die dort leben sind endemisch. Korallenriffe rund um das französische Übersee-Territorium Neukaledonien gehören mit einer Gesamtfläche von 15.000 Quadratkilometern zum zweitgrößten zusammenhängenden Riffsystem der Erde. Die Lagune selbst ist mit einer Fläche von rund 24.000 Quadratkilometer die weltgrößte. Die Unterwasserwelt der zu Melanesien gehörenden Insel gilt als besonders artenreich und lockt auch zahlreiche Taucher aus aller Welt an.
Die Vulkaninsel Surtsey gehört zu den jüngsten Inseln der Welt: Zwischen 1963 und 1967 ist das Eiland aus den Fluten des Nordatlantik emporgestiegen. Seit ihrer Geburt steht Surtsey unter Schutz. Wissenschaftler konnten hier die Besiedlung eines unbewohnten Eilands durch Pflanzen und Tiere erforschen. Auch unter Schutz gestellt wurden die kanadischen Joggins Fossil Cliffs – von Forschern auch Galapagos der Kohlezeit genannt. Schon seit 1851 sind die Klippen in der Provinz Nova Scotia als Fossilienfundstätte bekannt.
Neu aufgenommen wurde auch die Steppe von Saryarka mit ihren Seen – im nördlichen Kasachstan gelegen. Sie zählt zu den großen unberührten Regionen Zentralasiens, in der zahlreiche seltene Tierarten wie etwa die Saiga Antilope lebt. Unter Schutz gestellt wurden auch drei Kerngebiete des Monarch Butterfly Biosphere Reserve im Oyamel Fir Forest in Zentral-Mexiko. Die berühmten Monarch-Schmetterlinge überwintern hier, nachdem sie eine Reise von 3.500 bis 4.500 Kilometer zurückgelegt haben.
Zwei Bergparks – der chinesische Sanqingshan National Park und die Tektonik Arena Sardona in der Schweiz gehören seit dieser Woche ebenfalls zur UNESCO-World Heritage List. In der 32. Session der UNESCO wurden zudem 19 kulturelle Stätten in den Rang eines „Weltkulturerbes“ gehoben.

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„Geschundene“ Doris Leuthard als TopThema

Nachdem der Blick den Berner Professor, Klaus Petrus, der sich für die Animal Liberation Front stark und gegen die Haltung von Haustieren Front macht, tagelang zum Top-Thema gemacht hat, müht der SonntagsBlick sich damit ab, das Entsetzen seiner Leser auf den Plan zu rufen, weil Bundesrätin Doris Leuthard in St. Petersburg die Schuhe ausziehen musste und sich einer Leibesvisitation hat unterziehen müssen.
Für den SonntagsBlick sind BundesrätInnen, sofern sie Mitglieder der richtigen Partei, also der SP oder der CVP, sind Übermenschen, die auf gar keinen Fall mit den Unbillen, die mit bundesrätlicher Hilfe heraufbeschworen und allen Flugpassagieren zugemutet werden, in Berührung kommen dürfen. Darum macht es den Redakteur des SonntagsBlicks überglücklich, dass er

am Samstagabend aus Diplomatiekreisen erfuhr, will die Schweiz jetzt auf höchster Ebene intervenieren.  

Pressespiegel zu Faruk Sens Juden-Türken-Vergleich

Hier geht es zum Pressespiegel in Deutscher und Türkischer Sprache