Wie kein zweiter klammert sich Papa Moll alias Samuel Schmid an sein Bundesratsamt. Sein öffentlicher Spielplatz ist die Armee, er ist deren Oberbefehlshaber. Sollte je ein Terrorakt aus der Luft drohen, darf Samuel Schmid „Feuer frei“ rufen und, wenn er mag, ein vollbesetztes Linienflugzeug zum Abschuss freigeben. Einen solchen Mann muss man fürchten. Noch mehr aber seine rechte Hand, den Armeechef, denn dieser ist Samuel Schmids Einflüsterer. Der tumbe Schmid versteht nichts vom Kriegshandwerk, sein Armeechef aber kennt es nur zu gut. So gut anscheinend, dass die „Sonntagszeitung“ schreibt, er habe es sogar zu Hause gegenüber seiner Lebenspartnerin angewendet, „sie bedrängt“ und in „Angst versetzt“ – bis sie ihn angezeigt habe. Der gepeinigte Bundesrat Schmid lässt über sein Departementssprecher mitteilen, das sei eine „rein private Angelegenheit“ des neuen Rambo – äh, Armeechefs gewesen. Zudem habe er gewusst, dass das Verfahren eingestellt werde. Da fragt sich der unbeholfene Steuerzahler logischerweise, welche Mauscheleien in Gang gesetzt worden sein könnten, diesen Nef ohne jedes Verfahren von Schuld und Strafe freizusprechen.
Der gepeinigte Bundesrat Schmid scheint sich zu häuten wie eine Zwiebel. Was am Ende bleibt, dürfte nur noch peinlich sein.
siehe auch Murphys Gesetz gilt auch für den Armeechef


