Murphys Gesetz gilt auch für Armeechef Nef

Bundesrat Schmid ist wirklich ein Versager auf der ganzen Linie. Alles, was er tut, ist auf seine Person bezogen: er gründet eine Bünzli und Deppen Partei als Konkurrenz zur SVP und vernachlässigt Murphys Gesetz in Bezug auf die Armee

Das Verteidigungsdepartement VBS kommt nicht zur Ruhe. Die SonntagsZeitung deckt in ihrer aktuellen Ausgabe einen neuen Skandal auf. Es geht dabei um die Ernennung von Roland Nef zum Armeechef, die wohl entgegen den Regeln des VBS erfolgt ist. Gegen Nef lief ein Strafverfahren, als er vom Brigadier zum Korpskommandanten befördert wurde. Pikant dabei ist, dass bei einem laufenden Strafverfahren in der Schweizer Armee gewöhnlich einen sofortigen Beförderungsstopp zur Folge hat. Vor wenigen Wochen hat Nef selber den damaligen Luftwaffenchef Walter Knuttli entlassen, weil er die Bewerbungsdossier unsorgfältig geführt hatte. Eigentlich hätte Nef damals nicht Armeechef werden dürfen. Die Wahl wurde im Vorfeld nicht verhindert, weil die Sicherheitsprüfung von Nef erst sechs Wochen nach der Ernennung zum Boss der Armee statt fand. Normalerweise werden hohe Beamten im Vorfeld der Wahl durchleuchtet, was auch Sinn macht.

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Novartis dementiert Lösegeldzahlung an Farc

Die Rolle des Schweizers Jean-Pierre Gontard in Kolumbien ist den Schweizer Medien ein Rätsel. Man würde ihn gern weiß waschen. Und mit ihm auch Calmy-Rey, die zur Farc-Affäre und der nicht gerade lupenreinen Rolle, die sie dabei spielte, schweigt. Dafür hat der Pharmakonzern Novartis Berichte aus Bogotá zurückgewiesen, wonach Gontard der Farc im Jahr 2001 Lösegeld überbrachte. Diplomatisch erklärt Novartis in eine Communiqué, der Schweizer Emissär Contard habe aber – zusammen mit dem mexikanischen Botschafter – zur Freilassung der Geiseln beigetragen. „«Eine öffentliche Diskussion über unseren Umgang mit solchen Situationen könnte die laufenden Bemühungen von Novartis gefährden, die Sicherheit unserer Mitarbeitenden in aller Welt zu gewährleisten». Obwohl die Beweislast erdrückend ist, wird Novartis unter keinen Umständen zugeben, Contard Lösegeld für die Farc übergeben zu haben. „Rebellen“ gibt es auch in anderen Ländern…

Kritik an „Comme si de rien n’était“ verletzt Carla Bruni

Frankreichs First Lady, die Sängerin Carla Bruni, versucht gelassen mit der Kritik an ihrem neuen Album umzugehen. sagt aber „Natürlich verletzt mich das“, im Gespräch mit dem Radiosender RTL. Trotzdem finde sie es „normal“, dass manche Leute sich abfällig über die neue CD äußerten, die seit Freitag im Laden ist. „Jeder hat das Recht auf eine eigene Meinung.“ Sie versuche, sich an die positiven Reaktionen zu halten, die immerhin „recht zahlreich“ seien, sagte Bruni, die seit Februar mit dem Präsidenten verheiratet ist.
Diese Kritik aber wird sie nicht verletzen.
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Googles Entschuldigung für Hackenkreuz

Auf einer normalen Qwertz- oder Qwerty-Tastatur, soviel ist sicher, findet man kein Hakenkreuz. Wie also konnten Tausende von Menschen eine Google-Suche nach dem Symbol starten? Am gestrigen Donnerstagmorgen stand auf Platz eins der „Hot Trends-“Liste von Google kein Wort sondern ein Hakenkreuz. Vermutlich deshalb, weil in einem Internet-Forum der HTML-Code für das Zeichen veröffentlicht worden war.

Google verrät nicht, wie die “ Hot Trends“ genau zusammengestellt werden – sicher ist, dass die Liste nicht die meistgesuchten Begriffe enthält (sonst müsste, schließlich geht es hier ums Internet, immer „Sex“ ganz oben stehen). In „mehreren Annäherungen“ so steht es auf der Seite, werden Begriffe herausgefiltert, die in jüngster Zeit besonders häufig als Suchwort benutzt worden sind. Dabei kommen oft sehr seltsame und für den Außenstehenden unverständliche Trendbegriffe heraus. Am Freitagmorgen beispielsweise gab es offenbar verbreitetes Interesse für das Suchwort „pilobolus“ – das Interesse galt somit entweder einer nordamerikanischen Tanztruppe oder einem Pilz, der auf Tierdung wächst.

Antiken Sex-Fluch an Ausgrabungsstätte gefunden

Die antike Stadt Amanthus an der Südküste Zyperns wurde um 1500 von Phöniziern gegründet. Unter den Römern war sie eine Regionalhauptstadt, erst im zwölften Jahrhundert wurde sie aufgegeben. Derzeit finden in Amanthus Ausgrabungen statt. Zur Überraschung der Archäologen haben sie in einem Grab einen Sex-Fluch gefunden. Auf einer Platte sei auf Griechisch eine Verfluchung eingraviert, in der es unter anderem heiße: „Möge Dein Penis schmerzen, wenn Du Liebe machst“, berichtete Pierre Aubert vom Athener Archäologischen Institut der Zeitung „Cyprus Weekly“. Abgebildet sei daneben ein Mann mit einem Stundenglas in seiner rechten Hand. Die Inschrift stamme vermutlich aus dem siebten Jahrhundert nach Christus.

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Burka wird zum Präzedenzfall Frankreichs

Der französische Verfassungsgerichtshof hat einen Präzedenzfall geschaffen. Er verweigerte in letzter Instanz einer burkatragenden Marokkanerin die französische Staatsbürgerschaft mit der Argumentation, sie sei wegen dieses Stoffkäfigs „sozial inkompatibel mit französischen Werten“.

Damit floss zum ersten Mal die tatsächlich gelebte, religiöse Praxis in die Beurteilung der Integrationsfähigkeit ein.

Die marokkanische Muslimin Faiza M. war 2000 nach Frankreich eingewandert – einen Stoffkäfig trug sie in Marokko nie. Erst als sie einen französischen Moslem heiratete, legte sie ihn an.

So die Zusammenfassung des Artikels von Stéphanie Le Bars in „le monde“.
Die Burka tragende Marokkanerin wird sich mit dem Urteil des Französischen Verfassungsgerichtshofs kaum abfinden und ihren Fall dem Europäischen Menschenrechtshof vortragen. Mit an Sicherheit grenzender Wahrscheinlichkeit wird dieser das Urteil des Verfassungsgerichts aufheben und Frankreich dazu verknurren, die Burka einzubürgern.

Exemplarische Wortverdrehungen beim Tagi

Unter dem Titel «Christoph Blocher ist ein unverzichtbarer Wert» erschien im heutigen „Der Bund“ ein Interview mit Toni Brunner, SVP-Präsident.

1. Frage: Herr Brunner, haben Sie die Initiative für ein Minarettverbot unterschrieben?

Toni Brunner: Ja. Persönlich bin ich für das Minerattverbot.

2. Frage Offiziell markiert die SVP Distanz: Sie will sich offensichtlich nicht in eine islamfeindliche Ecke stellen lassen. Gleichzeitig besteht das Initiativkomitee aber vorwiegend aus SVP-Leuten – das ist das alte Doppelspiel.

Toni Brunner: Die Initiative stammt nicht von der SVP. Wir werden zu gegebener Zeit eine Parole fassen. Aber die Verantwortung für die Initiative und die Abstimmungskampagne trägt nicht die SVP.

3. Frage Heisst das, Sie werden keine Kampagne für die Minarett-Initiative führen?

Toni Brunner: Die SVP führt nur für eigene Initiativen und Referenden Kampagnen, also sicher wieder für unsere Ausschaffungs-Initiative.

4. Frage: Aber es ist anzunehmen, dass die SVP die Ja-Parole zur Minarett-Initiative fassen wird.

Toni Brunner: Ich rechne damit. Die Initiative stösst in SVP-Kreisen auf grosse Unterstützung.

Und was macht der Tages-Anzeiger aus diesen Antworten?

Brunner: SVP unterstützt Minarett-Verbot

Wetten dass, dass sich morgen herausstellen wird, dass die Sonntagspresse Anleihen beim Tages-Anzeiger getätigt hat? Unter Schweizer Medienschaffenden herrscht geradezu Abschreibepflicht…