David Beriain hat die Farc im Dschungel Kolumbiens besucht, einen Farc-Führer interviewt und eine Video-Reportage mitgebracht.
David Beriain hat die Farc im Dschungel Kolumbiens besucht, einen Farc-Führer interviewt und eine Video-Reportage mitgebracht.
Laut sda, hat Indymedia 241 Fotos von erwiesenermassen Rechtsextremen publiziert.
Für Daniel Menna, Sprecher des eidgenössischen Datenschutzbeauftragten, sind solche Aktionen zwar heikel, aber kein rechtliches Problem. Es habe zwar jeder Mensch das Recht am eigenen Bild. «Bei Anlässen oder Kundgebungen auf öffentlichem Grund muss man aber immer damit rechnen, fotografiert oder namentlich genannt zu werden.»
Wer sich an der Publikation störe, könne auf zivilrechtlichem Weg die Entfernung des Bildes veranlassen. Das Gericht müsste dann entscheiden, ob an der abgebildeten Person ein öffentliches Interesse bestehe oder nicht.
Heikel findet Menna den Rechtsextremen-Pranger aber, weil sich politische Einstellungen ändern könne. «Viele dieser Leute sind in zehn Jahren vielleicht anderer Meinung.» Die Bilder des Aufmarschs seien dann aber immer noch im Internet zu finden.
Ich finde das nicht „heikel“, sondern eine Schweinerei, vor allem, weil für den Schweizer Beamten scheinbar erwiesen ist, dass alle 241 Personen zur PNOS gehören. Der Linksextremismus in diesem Land genießt den Schutz des Staates. Was, wenn in Sempach ein Grüner dabei war?
Ahmed Rashid ist nicht einfach ein Journalist; er ist Pakistans führender Journalist. Er hat das Buch „Descent into Chaos“ geschrieben, es handelt von der Lage Afghanistans seit dem Sturz der Taliban. In einem Interview mit Henning Hoff schildert er, was Sache ist – und gibt dem früheren deutschen Verteidiungsminister Struck recht, der gesagt hat, Deutschland verteidige seine Freiheit am Hindukusch.
Ich bin sehr kritisch, was die Weigerung der Deutschen angeht, zu kämpfen oder in den Süden zu gehen. Sie haben eine der besten Armeen in Europa. Im Norden machen sie ihre Sache gut, aber die Soldaten unterliegen so vielen Beschränkungen, dass das deutsche Prestige gelitten hat.
(…)
Es geht nicht länger nur um den Krieg in Afghanistan. Das Ganze hat sich zu einem vielschichtigen, regionalen Konflikt ausgeweitet. Wir haben es mit dem Ausgreifen der Extremisten über die ganze Region zu tun. Der Westen muss sich anpassen. Er kann sich nicht länger nur auf Afghanistan konzentrieren, wie es die Deutschen tun, die in Mazar-i-Sharif sitzen und nicht nach rechts oder links über die Grenzen schauen, was in Iran und Pakistan passiert. (…)
In Deutschland hat die Regierung versäumt, Öffentlichkeit und Parlament über den wahren Charakter der Bedrohung aufzuklären. Viele denken wohl, dass die Deutschen auf Geheiß der Amerikaner in Afghanistan sind, dass dies Amerikas Krieg ist. Aber das stimmt nicht – im Gegensatz zum Irak. Der Irak ist gewissermaßen ein Nebenschauplatz, der Konflikt wird über kurz oder lang regional von den Arabern mit den Amerikanern gelöst. Aber der Krieg in Zentralasien ist global in seinen Dimensionen, und er geht die Deutschen direkt an.
Rashid hat natürlich recht. Die europäischen Regierungschefs neigen zur Verniedlichung des Konflikts in Zentralasien. Vor allem aber versuchen sie, die wirklichen Probleme, die mit dem Quasi-Import von Terroristen zu tun haben, vor ihren Wählern geheim zu halten. Letztere könnten ihren Regierungen Versagen auf der ganzen Linie vorwerfen…
Was wir hier schon vor Tagen publizierten, kann der Print-Leser heute auch im Blick lesen, dass nämlich der Berner Professor Klaus Petrus das Halten von Haustieren verbieten will. Ausser einer Rüge des stellvertretenden Chefs des Dienstes für Analyse und Prävention, Jürg Bühler, für den ALF-Professor, «Die Mitglieder der ALF haben in der Schweiz bereits Sachbeschädigungen begangen. Zudem haben sie Angestellte einer Forschungsfirma und deren Familienangehörige bedroht. In anderen Ländern haben sie auch schon Morddrohungen ausgesprochen und Anschläge verübt.» fördern die Blick-Redakteure kaum Neues zutage.
Doch Wiederkäuen gehört in der Sauren-Gurken-Zeit zum „Handwerk“ der Medienschaffenden.
Madonnas Ehe steckt in der Krise und das hat zur Folge, dass sie Rat sucht beim Rabbi des Kabbalah-Zentrums in Los Angeles, Philip Berg. „Das Genie von Philip Berg besteht im Wesentlichen darin, dass er die jüdische Geheimlehre zu einer Variante des New-Age-Glaubens plattgewalzt hat,“ schreibt Hannes Stein, der die Kabbalah und das erklärt, was Madonna darunter versteht.
Die Kabbalah ist, um es kurz und ein wenig missverständlich zu sagen, die jüdische Gnosis. Das wichtigste kabbalistische Werk, der „Sohar“, wird Schimon Bar Jochai zugeschrieben, einem Rabbiner, der rund um die Zeit der Zerstörung des Zweiten Tempels (70 n. Chr.) in Israel lebte und zu den Autoren des Talmud gehörte. Eigentlich, so meinen viele orthodoxe Juden, seien die kabbalistischen Geheimlehren schon Abraham, Isaak und Jakob sowie Moses am Berg Sinai offenbart worden.
Tatsächlich entstand der „Sohar“ – dieses hebräische Wort bedeutet „Glanz“ – im 13. Jahrhundert in Spanien, und sein wichtigster Autor hieß Moses de Leon.
Doch ihre heutige Gestalt erhielt die Kabbalah vor allem durch jene kosmologischen Spekulationen, die sich an den Namen Isaac Luria (1534-1572) knüpfen, einen Mystiker, der im israelischen Safed lebte. Gemäß der lurianischen Kabbalah war die Schöpfung der Welt durch den „Zimzum“ gekennzeichnet, eine „Zusammenziehung“ Gottes, die zu einer Lichtexplosion und einem gewaltsamen Zerbrechen von sechs Schalen (sefirot) führte, aus denen die Welt gemacht ist. Die Aufgabe der Menschen ist es seither, die göttlichen Lichtfunken aufzusammeln, die damals verstreut wurden.
Der deutsch-jüdische Gelehrte Gershon Scholem sah in der lurianischen Kabbalah einen Versuch, eines der größten jüdischen Traumen seit der Zerstörung des Tempels zu verarbeiten: die Vertreibung aus Spanien im Jahre 1492. Das katastrophale Zerbrechen der Schalen hatten die Juden am eigenen Leib erlebt, als die Christen sie aus der iberischen Halbinsel hinauswarfen. Seither waren sie buchstäblich damit beschäftigt, Funken des Göttlichen und Gewesenen zu bewahren.
Innerhalb des Judentums war die Kabbalah immer umstritten.
Jenes stromlinienförmige theologische Produkt, das Philip Berg für den globalen Markt schuf, hat mit der lurianischen Kabbalah allenfalls den Namen gemein. Von dem tiefen religiösen Ernst, der diese Glaubensrichtung prägte, ist hier nichts mehr zu spüren. Was auch immer man der mittelalterlichen Kabbalah vorwerfen mag – sie faselte niemals von Astrologie, Telepathie, Wahrsagerei und Außerirdischen.
Doch wenn Madonnas Glaube an dieses eher monströse Werk helfe, ihre Ehe zu retten, habe dieses wenigstens etwas Gutes bewirkt…
Peter Zander kann seine Enttäuschung über Francis Ford Coppolas neusten Film „Jugend ohne Jugend“, nach einer Vorlage von Mircea Eliade nicht verhehlen.
Coppola wollte sich damit noch mal völlig neu erfinden. Das ist ihm, leider, nicht gelungen. Nach dem US-Start im vergangenen Dezember hat der Film selbst eingefleischte Fans, gelinde gesagt, enttäuscht. Die Kinos blieben leer. In Deutschland wurde der Start verschämt hinausgezögert. Morgen kommt er nun doch ins Kino.