Der Diamant zum ewigen Gedächtnis

Wer will schon verfaulen und von den Würmer gefressen werden? – Verbrennen? – Eher, obwohl es unheimlich ist, dass sich der Körper in den Flammen noch einmal aufrichtet. – Und dann? – Vergraben im Gemeinschaftsgraf? Verstreuen der Asche über Baumwimpfeln, im See? – Oder doch eher zum Diamanten verarbeiten lassen? – Etwas, das das junge Schweizer Unternehmen Algordanza anbietet? – Warum nicht?, das erspart den Angehörigen den Weg zu Friedhof, die Grabpflege, das heuchlerische Gedenken. – Sechs bis acht Wochen dauert das Verfahren: von der Asche zum Diamanten, als ewiges Gedächtnis. Man trägt das ewige Gedenken um den Hals, am Finger…

Veröffentlicht in Gesellschaft. Schlagworte: , , , . Kommentar schreiben »

Franz Kafkas Nachlass ist endlich frei

Esther Hoffe, Sekretärin des verstorbenen Nachlassverwalters von Franz Kafka, hat während Jahrzehnten über die Dokumente des Autors gewacht. Jetzt ist, wie Wieland Freud berichtet, Esther Hoffe tot und die Literaturwissenschaflter und Archivare hoffen, dass Kafkas Papiere die vielen Katzen, die in Hoffes Wohnung in Tel Aviv lebten, heil überstanden haben.

Doch jetzt schöpfen die Kafka-Forscher Hoffnung. Wie die israelische Zeitung „Haaretz“ berichtet, sollen in einer Wohnung im Herzen Tel Avivs bisher unbekannte Dokumente zum Leben Kafkas lagern. Kafkas Freund und Nachlassverwalter Max Brod, der 1968 im Alter von 84 Jahren in Tel Aviv starb, hatte die Unterlagen seiner Vertrauten und Sekretärin Esther Hoffe vermacht. Hoffe hütete sie seitdem eifersüchtig – sehr zum Ärger von Wissenschaftlern, Archivaren und sogar der israelischen Regierung. Im vergangenen Jahr starb sie im Alter von 101 Jahren – jetzt, berichtet „Haaretz“, könnte ihr privates Archiv endlich geöffnet werden. Die Entscheidung liege bei Hoffes Erben, den Töchtern Ruth und Hava. Beide sind bereits über siebzig Jahre alt.
Dass in Hoffes Wohnung wahre Schätze lagern, vermuten Kafka-Kenner nicht ohne Grund – ganz neu ist nicht, dass Esther Hoffe Außergewöhnliches verwahrte. Mehrfach nämlich hatte die alte Dame über die Jahre Teile der Hinterlassenschaft Brods veräußert; darunter auch das Manuskript des Jahrhundertsromans „Der Process“, das 1988 vom Deutschen Literaturarchiv in Marbach für eine Million Pfund ersteigert wurde.

Das fragt es sich, ob Hoffes Erben das Huhn, das so lange goldene Eier gelegt hat, zur Schlachtbank führen…

«Nim’s Island» – Interview mit Jodie Foster

Eigentlich spiele sie in jedem Film die gleiche Rolle, findet Jodie Foster, und zwar jene einer Frau, die sich ihren Ängsten stellen und zur Heldin werden muss.

«Vermutlich habe ich diesbezüglich einen Knall»

So what? – In ihrem neuem Film «Nim’s Island» meistert sie ihre Aufgabe heiterer denn je.

Veröffentlicht in Film. Schlagworte: , . Kommentar schreiben »

7/7 London gedenkt der Terror-Opfer

Drei Jahre nach den Bombenanschlägen auf die Londoner U-Bahn haben Angehörige und britische Regierungsvertreter in stillem Gedenken an die Opfer erinnert. Hunderte Menschen versammelten sich zu einer Schweigeminute am Bahnhof King’s Cross. Die Anschläge forderten 52 Tote und 700 Verletzte.
Bürgermeister Boris Johnson und die Staatssekretärin für die britische Hauptstadt, Tessa Jowell, legten um 07.50 Uhr (Ortszeit, 09.50 Uhr MESZ) Blumen nieder. Um diese Uhrzeit waren am 7. Juli 2005 drei von vier Bomben gezündet worden.
[ mehr ]

Veröffentlicht in Gedenktag. Schlagworte: , , . Kommentar schreiben »

Unberührtes Grab aus Moche-Kultur gefunden

In der peruanischen Provinz Lambayeque, ungefähr 770 Kilometer nördlich der Hauptstadt Lima, hat ein Archäologenteam ein mit 14 Kronen, Masken und Schmuck gefülltes Grab aus der Vor-Inka-Zeit entdeckt. Es gehört zur sogenannten Moche-Kultur. Bei dem Bestatteten dürfte es sich um einen Stammesführer gehandelt haben.
„Das ist ein erstklassiger Fund“, sagte Steve Bourget, ein 51-jähriger Archäologe aus Kanada. Es gebe Ähnlichkeiten zu den Ausgrabungen in Sipan, die bereits 20 Jahre zurückliegen und zu den bedeutendsten archäologischen Entdeckungen der vergangenen Jahrzehnte gehören. „Es wird sehr spannend, die jetzigen Daten mit denen aus Sipan zu vergleichen.“

Bourget arbeitet bereits seit 1986 in der Wüstenregion nahe der Küste. Das Grab sei unberührt gewesen, sagte er, ganz im Unterschied zu vielen anderen archäologischen Stätten Perus, in denen häufig Grabräuber den Forschern zuvorkommen.

Man habe einen beerdigten Mann gefunden, der vergoldete Totenmasken aus Kupfer getragen habe, erklärten die Forscher, der Körper sei in Schilf gewickelt. Zudem wurden nahe des Grabes noch Reste eines jungen Mannes und beerdigte Tiere entdeckt. Zu den ausgegrabenen Schmuckstücken gehören neben vergoldeten Kronen auch Ohrringe, Nasenringe und silberne Halsketten.
Die Grabbeigaben wie Zepter oder Goldkronen sprächen dafür, dass es sich um eine höhergestellte Person gehandelt haben muss, sagte der Archäologe Walter Alva. Die Artfakte zeugten von einer hoch entwickelten Handwerkskunst.

Die Hochkultur der Moche, benannt nach der unweit der heutigen Stadt Trujillo gelegenen Ortschaft, umfasst den Zeitraum von 100 bis etwa 800 nach Christus. Erhalten sind unter anderem gewaltige Stufenpyramiden – und das erst kürzlich freigelegte älteste Gebäude Südamerikas (mehr…). Bekannt ist die Kultur auch für ihre Keramik, die zu den hervorragendsten Leistungen der vorkolumbianischen Kunst gehört.

Veröffentlicht in History. Schlagworte: , , , . Kommentar schreiben »

Michelle Obama – eine nörgelnde Separatistin?

In Amerika herrscht Wahlkampf – mit harten Bandagen. Im Internet wird Barack Obamas Ehefrau, Michelle, von ‘Rechten’ als „radikale, scharfzüngige, alle Weißen hassende, im Grunde eben antiamerikanische Sozialaktivistin“ beschimpft wird, berichtet Jordan Mejias.