Bekenntnis des Islam zur Religionsfreiheit

Es wäre schön, wenn es das gäbe, doch vorläufig ist das nur Wunschdenken. Auch Lukas Wick erliegt diesem zum Teil, wenn er schreibt

„Wie sich das islamische Establishment theologisch zur politischen Moderne und ihrer freiheits- und individualrechtlichen Grundlage stellt, ist keineswegs unbedeutend. Das mangelnde theologische Bewusstsein für die Prinzipien der Religionsfreiheit und der Rechtsgleichheit der Staatsbürger hat etwas durchaus Beunruhigendes. Für Muslime, die sich in den vergangenen Jahrzehnten in Europa und Amerika niedergelassen haben, mögen solch knifflige theologische Fragestellungen wenig relevant sein; sie haben sich nämlich mehrheitlich an die ortsüblichen Gepflogenheiten angepasst und verhalten sich meist toleranter, als dies ihre Religionszugehörigkeit eigentlich erwarten liesse – womit keineswegs bestehende Integrationsprobleme blauäugig schöngeredet werden sollen. Es wäre zu hoffen, dass die positiven Erfahrungen von Muslimen in der Diaspora Eingang finden in die theologischen Debatten in der muslimischen Welt.

Doch dann besinnt er sich doch noch

Die Frage negativer Religionsfreiheit ist dabei die eigentliche Gretchenfrage. An ihr wird sich letztlich entscheiden, ob eine (institutionalisierte) islamische Theologie imstande ist, ein gleichberechtigtes Zusammenleben auch dann zu befürworten und zu legitimieren, wenn die eigenen Überzeugungen von anderen nicht geteilt oder gar abgelehnt werden. Muslimische Intellektuelle haben diesbezüglich schon einige Vorarbeit geleistet, es wäre nun an den Ulama, diese Impulse aufzunehmen.

Namen sind nur Schall und Rauch

sagen sich heute viele Amerikaner – und lassen sich, egal ob schwarz, weiss, gelb und unabhängig von ihrer Religionszugehörigkeit, um ihrem Präsidentschaftskandidaten, Barack Hussein Obama, die anscheinend notwendige Loyalität zu beweisen, auf den Namen Hussein taufen.

„«Wir sind alle Hussein» lautet die Parole der Bewegung, die von einem Manifest begleitet und vor allem auf Websites wie dailykos.com oder Facebook verbreitet wird.“

Mit welchem Lied lässt sich Barack Hussein Obama am besten beschreiben, fragt Marcia Pally und legt eine Auswahl vor

Ein „Barack, wir erkennen dich kaum wieder“ würde ganz gut zu dem Umstand passen, dass sich der von uns so innig verehrte Obama mittlerweile auch von einer ganz anderen Seite zeigt, etwa wenn er sich wie auch unser höchstes Gericht für das Recht eines jeden Amerikaners ausspricht, Waffen zu besitzen und zu gebrauchen. Oder wenn er die Todesstrafe für jene fordert, die Kinder missbrauchen. Barack, we hardly knew ya’.
Ein Lied könnte auch „Promises Promises“ aus dem gleichnamigen Musical von 1968 sein, in dem es – sie ahnen es wohl schon – um gebrochene Versprechen geht. Aber gut, enttäuschte Hoffnungen wären da auch noch ein Thema…
Das bringt mich auf „Take Me Out to the Ballgame“ von 1908, eines der beliebtesten Lieder bei uns, in dem dazu aufgerufen wird, beim großen Spiel dabei zu sein, und das besonders gerne bei Baseballspielen gesungen wird. Auch Obama will das große Spiel spielen – etwa wenn er in Sachen Iran an der nuklearen Option festhält. Eigentlich ein trauriges Lied. Und noch eine Enttäuschung.

Hauptsache: Change…