Seit dreißig Jahren weiß der Schweizer Geheimdienst, dass die Familie Tinner im Atom-Geschäft tätig ist. Dreißig Jahre lang hat die CIA den Schweizer Geheimdienst mit Informationen und Unterlagen versorgt, aufgrund derer die Bundesanwaltschaft hätte Anklage gegen die Tinners erheben können. Es hat fast dreißig Jahre lang gedauert, bis die Schweizer Behörden Anklage im „Fall Tinner“ erhoben. Von 1978 bis 2003 wurde ergebnislos ermittelt. Erst 2004 wurde Anklage erhoben.
Warum? – Weil der Schweizer Geheimdienst zu unbedarft ist, weil ihm die Fachleute fehlen, weil die Leute, die für ihn arbeiten, keine Ahnung von den wirklich rentablen Waffengeschäften haben – vor allem aber, weil es viel einfacher ist, normale Bürger zu bespitzeln und darüber Fichen anzulegen, als der Familie Tinner das grausige Handwerk zu legen.


