Ingrid Betancourt ist frei

Die französisch-kolumbianische Politikerin Ingrid Betancourt ist nach Angaben der Regierung in Bogota nach mehrjähriger Geiselhaft wieder in Freiheit. Verteidigungsminister Juan Manuel Santos sagte am Mittwoch (2.7.2008), die Befreiung der 46-Jährigen sei durch die kolumbianischen Streitkräfte erfolgt. Neben Betancourt wurden bei der „Aktion Schach“ drei US-Bürger und elf andere Geiseln befreit. Einzelheiten zu der Befreiungsaktion wurden zunächst nicht mitgeteilt.
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Sie ficken sich zutode

die madagassischen Chamäleons. Das steht heute in der Online-Ausgabe des New Scientist. Das kurze Leben des Furcifer labordi spielt sich folgendermassen ab: Es verbringt acht Monate seines Lebens im Ei, wächst innerhalb von zwei Monaten zur Geschlechtsreife heran, pflanzt sich fort und stirbt.
Der frühe Tod liege am energieintensiven Reproduktionsakt des Chamäleons, sagen die Forscher. In bisher unveröffentlichten Experimenten konnte der Forscher feststellen, dass das Sexualverhalten der kleinen Reptilien ein energetisch aufwändiges Unterfangen für beide Partner darstellt. „Zunächst raufen sich die Männchen in langen Kämpfen um ein Weibchen, ehe es dann zu einem nicht minder heftigen Paarungsgeschehen zwischen den beiden Geschlechtspartnern kommt“, erklärt der Forscher. Die Trockenzeit in Madagaskar ist eine starke physiologische Belastung sodass viele Tiere eine Art „Winterschlaf“ halten, um Energie zu sparen. Offensichtlich gibt es aber auch Arten, die das Problem durch den Tod lösen, so der Experte. Es sei für manche Spezies durchaus sinnvoll die ganze Energie in einen einzelnen Reproduktionszyklus zu bündeln. „Möglicherweise ist das bei manchen Chamäleonspezies weiter verbreitet, als bisher angenommen.“ Grillitsch berichtet, dass er selbst Chamäleon-Weibchen gesehen hat, die völlig abgemagert immer noch Eier in sich getragen haben und kurz nach dem Ablegen gestorben sind. Karsten vermutet zudem auch, dass diese Tierart sehr hohe Werte der Sexualhormone in sich tragen. Das könnte das aggressive Paarungsverhalten erklären, aber auch den frühen Tod.
ptat

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Westergaard – Gericht verlangt Beweise für Mordkomplott

Das Oberste Gericht Dänemarks verlangt vom Geheimdienst PET die Veröffentlichung von Beweismaterial über angebliche Mordpläne gegen den Zeichner Kurt Westergaard wegen dessen Mohammed-Karikatur.
Mit einer entsprechenden Auflage verwies das Gericht am Mittwoch das Verfahren über die administrativ verfügte Abschiebehaft von zwei Tunesiern an die erste Instanz zurück.
Die in Dänemark lebenden Männer sitzen seit Februar in Abschiebehaft, weil sie nach Überzeugung des Geheimdienstes die Ermordung des in Arhus lebenden Westergaard geplant hatten.
Westergaards Bild gehörte zu zwölf Mohammed-Karikaturen in der Zeitung „Jyllands-Posten“, deren Veröffentlichung Anfang 2006 zu weltweiten Prosten in der islamischen Welt geführt hatte.
Die Tunesier im Alter von 36 und 26 Jahren weisen die Vorwurf der Mordplanung zurück.
Sie hatten ihre Klagen gegen die unbefristete Abschiebehaft durch zwei Instanzen verloren, ehe jetzt das Oberste Gericht eine neue Behandlung unter geänderten Voraussetzungen anordnete.
Der Geheimdienst PET verweigert die Herausgabe des Belastungsmaterials unter Hinweis auf das dänische Antiterrorgesetz sowie das Ausländergesetz.
Diese Gesetze ermöglichen die Ausweisung von Ausländern auf Basis von geheimem Belastungsmaterial und ohne Möglichkeit einer gerichtlichen Prüfung.
[Quelle]

Verzicht auf Rechtsstaatlichkeit in der Türkei

Die Regierungspartei AKP und deren Aushängeschilder sind islamisch und handeln islamisch, sagt der Generalstaatsanwalt Abdrurrahman Yalcinkaya und während er das vor dem Verfassungsgericht erläutert, stürmen Polizisten Dutzende Büros und Wohnungen in Ankara und Istanbul und dringen in Militärkomplexe ein. Die verhafteten 22 Männer sollen einen Militärputsch gegen die Regierung zu planen. Erdogan und seine Mannen setzen alles daran, das Militär als Zuträger und Mitarbeiter der Terror-Organisation „Ergenekon“ in Misskredit zu bringen. Boris Kalnoky beobachtet das Geschehen und berichtet

Ministerpräsident Recep Tayyip Erdogan, gegen den der Generalstaatsanwalt ein Politikverbot erreichen will, zeigte sich sichtlich zufrieden mit dem großen Schlag der Polizei. Nun werde man endlich „Licht in die Dunkelheit bringen“ sagte er. Was aber ist Fakt und was ist Fiktion? Ist das türkische Militär eine Terrororganisation? Plant es einen Coup?
Ein in der Türkei und auch international angesehener Kenner des türkischen Militärs, Gareth Jenkins, meint, dass die die Verhaftungen mehr eine Machtdemonstration der AKP sind als eine Übung in Rechtsstaatlichkeit. „Ich bezweifle, dass einige der Festgenommenen wirklich zu Ergenekon gehören“, sagte er auf Anfrage. Die Operation sei vor allem eine Drohgebärde an die Militärs, um zu signalisieren, dass niemand mehr sicher ist, bloß weil er Uniform trägt.

Ministerpräsident Erdogan will seine Macht unter allen Umständen zementieren – ehe das Verfassungsgericht ein Urteil über ihn und die AKP fällt.

Dass die Militärs die AKP loswerden wollen, das ist klar genug, und es stimmt auch, dass das Militär Einfluß in der Gesellschaft ausüben will, um die Politik zu prägen. Aber der Fall Ergenekon ist eine Terror-Ermittlung, die von der Regierung mit höchster Priorität betrieben wird. Aus Sicherheitskreisen ist zu hören, dass auf Befehl des Innenministeriums soviele Ressourcen in die Ergenekon-Ermittlungen gelenkt werden, dass kaum genügend die Mittel und Personal bleiben, um wirkungsvoll gegen islamische Terrorgruppen vorzugehen.

Was für uns deutliche wird, ist ein Machtkampf zwischen dem islamischen Lager Erdogans und den kemalistischen Eliten.

Berliner-Zeitung bleibt, wie sie ist

Das Wohl der Redakteure liegt Josef Depenbrock, Chefredakteur und Verlagsgeschäftsführer, nicht sonderlich am Herzen. Die Redaktion meinte, das gerichtlich korrigieren lassen zu müssen – und ist abgeblitzt. Das Arbeitsgericht Berlin hat entschieden, dass Depenbrock seine Doppelfunktion nicht aufgeben muss.

Ein Fest für die Schweizer Medien

Die EU und die USA machen gemeinsam mobil gegen den Bankenplatz Schweiz. Ihr Ziel ist die Zerstörung der UBS und des Finanzplatzes Schweiz und des Schweizerischen Steuersystems. Und die Schweizer Medienschaffenden feixen und freuen sich; sie überschütten den Finanzplatz mit Spott und Häme. Es kann ihnen nicht schnell genug abwärts gehen. Sie vergessen, dass ihr Arbeitsplatz von der prosperierenden Wirschaft, also auch von den Banken, abhängig ist.

UN-Menschenrechtsrat verbietet Kritik an Sharia

Gewiss, Micheline Calmy-Rey hat es nur gut gemeint, als sie den UN-Menschenrechtsrat initiierte. Was sie bis jetzt erzielt hat, kann man getrost als das „das Schlechte des Gutmeinens“ bezeichnen. Der UN-Menschenrechtsrat besteht aus 47 Mitgliedstaaten, darunter 13 afrikanischen und 13 asiatischen Staaten. Eifriger Hüter dieses (UN)rates ist der IOC, die Organisation der Islamischen Konferenz, die aden Anspruch erhebt, die Islamische Welt zu repräsentieren. Darum hat es wohl auch so kommen müssen, dass der UN-Menschenrechtsrat die religiösen Gefühle über die Meinungsfreiheit stellt und jede Kritik an Scharia und Fathwa verbietet.
Die Hauptaufgabe eines UN-Menschenrechtsrates besteht darin, gegen Meinungszensur durch autokratische Regime zu kämpfen. Doch die Mitglieder dieses Rates wissen genau, dass sie gegen ihre Regierungen antreten müssten, wenn sie ihre Aufgabe ernst nehmen würden – und so arbeiten sie den totalitären Regimen, die sie vertreten, lieber in die Hände.

Im März beantragte sie erfolgreich, der Menschenrechtsrat müsse künftig über „Missbrauch der Meinungsfreiheit“ berichten, wenn „rassistische oder religiöse Diskriminierung“ im Spiel sei. Das verstoße „gegen den Geist“ der Aufgaben des Sonderberichterstatters, empörte sich Anfang Juni der in Paris ansässige Welt-Zeitungsverleger-Verband (WAN). Der Rat müsste sich nicht auf den „Missbrauch“, sondern im Gegenteil auf die rapide wachsende Einschränkung der Meinungsfreiheit weltweit konzentrieren.

Doch der UN-Menschenrechtsrat kann mit der Meinungsfreiheit nichts anfangen; er bekämpft sie und wird erst Ruhe geben, wenn sie ausgemerzt ist.

Auch bei den Zusammenkünften des UN-Menschenrechtsrates wird Sprechern künftig das Wort verboten, wenn sie „religiöse Gefühle verletzen“.
Als der britische Historiker David Littman in einer Sitzung am 16.Juni die Steinigung von Frauen und die Verheiratung neunjähriger Mädchen in Ländern verurteilte, wo die Sharia angewendet werde, wurde er zunächst von IOC-Delegierten durch ständige Wortmeldungen zur Geschäftsordnung daran gehindert, seine Erklärung zu verlesen. Anschließend verbot der rumänische Präsident des Rats, Doru Romulus Costea, künftig jegliches Urteil über eine Religion, ein religiöses Gesetz oder ein religiöses Dokument.

Es ist schon seltsam, dass sich die Schweizer Medien nicht das geringste über die Abschaffung der Meinungsfreiheit verlauten lassen und den krassen Missbrauch der im UN-Menschenrechtsrat mit den Menschenrechten betrieben wird, verschweigen.
Quelle

Vom Leben in Queens

Hannes Stein geht im New Yorker Stadtteil Queens der Frage nach, warum Louis Armstrong, Ella Fitzgerald und Count Basie im New Yorker ausgerechnet dort leben wollten.

„Mundpropaganda, sagt unser Reiseführer, ein freundlicher kleiner schwarzer Herr mit Schnurrbart und Schiebermütze, der behauptet, er sei der Nachbar von Louis Armstrong gewesen. Manhattan sei irgendwann zu laut gewesen, zu voll, zu unsicher auch. Da entdeckte irgendeine der Jazzgrößen (keiner weiß mehr, wer es war) das vorstädtische Queens, und die anderen zogen nach.“

Während sich die heutigen Pop-Ikonen mit ihren Milliarden wie Fürsten verhalten und Schlösser kaufen, genügte es den Jazzern, Trompete blasen oder Klavierspielen zu können…

Carla Bruni stiehlt Sarko die Show

Marc Zitzmann berichtet vom Wirbel in Frankreich um Carla Brunis anstehendes Album „Comme si de rien n’etait“. Noch fügen sich die meisten französischen Medien den Wünschen des Regierungschefs Sarkozy. Doch das Pfeifen der Spatzen von den Dächern von Paris berichtet von Medienmanipulationen und da ist es von Vorteil, wenn sich Sarko in den Schatten der Schönen stellen kann.

„Sarkozy hat nie gezögert, sein Privatleben zu instrumentalisieren. Seit September sind seine Umfragewerte stetig gesunken; heute stellt Bruni unzweifelhaft einen Trumpf für den angekündigten Wiederaufschwung dar. Bei den Arbeitern und Rentnern, die sich in besonderem Mass vom Präsidenten verraten fühlen, beträgt Brunis Zustimmungsquote mit 71 Prozent ziemlich genau das Doppelte derjenigen ihres Mannes.
Auch ist die dritte Gattin des Präsidenten im Gegensatz zu Cécilia Ciganer-Albéniz, von der sich Sarkozy im Oktober hatte scheiden lassen, willens, ihre Rolle zu spielen. Die ersten Schritte auf dem internationalen Parkett, in Tschad, Südafrika, vor allem bei Sarkozys Staatsbesuch in London dieses Frühjahr, gelangen glänzend. An die Laufstege der Mode gewöhnt, verbindet Bruni natürliche Eleganz mit einem Understatement, das Sarkozy bis jetzt völlig abging. Die relative Zurückhaltung, die der Präsident neuerdings an den Tag legt, mag dem späten Bewusstsein entspringen, bisher allzu hemmungslos über die Stränge geschlagen zu haben, sicher aber auch dem Einfluss seiner Frau.“

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