Pinkas Braun ist tot

Das teilte sein Verlag Nagel & Kimche in Zürich mit. Der Schauspieler mit der markanten Stimme und dem geheimnisvollen Gesichtsausdruck galt als einer der vielseitigsten und gefragtesten Charakterdarsteller in der Nachkriegszeit im deutschsprachigen Raum – ob auf der Bühne, der Kinoleinwand, dem Bildschirm oder im Hörspielstudio.
Die letzten Jahre seines Lebens verfasste Braun die Erinnerungen seiner Kindheit und Jugend. Im Buch «Vorspiel. Eine Jugend – ein Bühnenleben» erzählt er von den Gefährdungen als jüdischer Junge in Zürich während des Krieges, von seiner Ausbildung zum Schauspieler und von der Regieassistenz bei Bertolt Brecht.
Der am 7. Januar 1923 in Zürich geborene Braun gehörte bis 1956 zum Ensemble des Zürcher Schauspielhauses, wo er bei zahlreichen Premieren und Uraufführungen unter anderem von Brecht, Borchert, Frisch und Dürrenmatt mitwirkte.
Später spielte Braun an allen bedeutenden deutschsprachigen Theatern und in Israel, unter anderem am Wiener Burgtheater oder dem Hamburger Thalia-Theater. Eine seiner bedeutendsten und ihm auch liebsten Rollen war der Shylock in Shakespeares «Der Kaufmann von Venedig».
Auch auf Theatertourneen füllte Pinkas Braun die Säle. Einem grösseren Publikum wurde Pinkas Braun durch Rollen in zahlreichen Kinofilmen wie den Edgar-Wallace-Krimis und in über 120 Fernsehspielen und -Serien bekannt – nicht selten als eleganter Herr, als undurchsichtig-zwielichtiger Typ oder auch als «simpler Bösewicht».
Auf der Leinwand sah man Pinkas Braun in der Nachkriegszeit unter anderem in «Himmel ohne Sterne» (1955) oder in Kurt Hoffmanns «Wir Wunderkinder» (1958) und in Bernhard Wickis märchenhaft- gesellschaftskritischer Satire «Das Wunder des Malachias» (1960).

Pressemitteilung

Frankreich, eine Phallokratie

In der französischen Tageszeitung «Libération» ist ein sechsseitiges Interview mit Carla Bruni erschienen. Sie spricht über Musik und Politik und betont, es sei mühsam, ihre Stellung in dem phallokratischen System Frankreichs zu finden. In der Online-Ausgabe von Liberation kann das Interview auszugsweise als Video heruntergeladen werden.

Blick will UBS verkaufen

Die Medienschaffenden ‘arbeiten’ unermüdlich am Bashing der Schweizer Bank UBS. Nichts ist ihnen zu unausgegoren, die Bank in ein schiefes Licht zu rücken. Wenn ein Händler hustet, meldet die nationale Verblödungzentrale über ihr Sprechorgan Blick «Angeblich will HSBC 80 Milliarden Dollar (83 Mrd. Franken) für die Schweizer Grossbank bieten», während die NZZ mitteilt, die UBS übernehme die niederländische Vermögensverwaltung VermogensGroep. In keinem anderen Land wird von den Medien so viel getan zu versuchen, nationale Symbole zum Einsturz zu bringen.

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Jonathan Littell über Peter Handke

Jonathan Littell hat der Weltwoche ein Interview gegeben, das heute vollständig abrufbar ist. Littell, der von sich sagt, die Opfer des Naziregimes interessierten ihn überhaupt nicht, dafür die Täter umso mehr, kritisiert in dem Interview Peter Handke.

„Peter Handke tötet niemanden. – Okay, aber er ist ein Arsch.“

Was ist dann, mit Verlaub, Jonathan Littell?

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