30 Jahre arbeitete Gerhard Meier in Niederbipp in einer Lampenfabrik als Designer, später auch als technischer Leiter. Die Leidenschaft für die Literatur entstand während einer langwierigen Tuberkulose-Erkrankung, die ihn zu einem Kuraufenthalt zwang. 1964, als Meier bereits 47 Jahre alt war, erschien sein erster Gedichtband.
Gerhard Meier galt als einer der bedeutendsten Schriftsteller der Schweiz und verfasste Lyrik, Kurprosa sowie Romane, von denen die Tetralogie „Baur und Bindschädler“, bestehend unter anderem aus „Toteninsel“ (1979), „Borodino“ (1982) und „Die Ballade vom Schneien“ (1985) zu den bekanntesten Werken gehört.
1997 starb seinen Frau und Lebensgefährtin, die sein Werk mitgetragen und als Kioskfrau dafür gesorgt hat, dass es entstehen konnte. Meier tröstete sich mit der Hoffnung, sie im Jenseits wiederzusehen. Dazu hat er jetzt Gelegenheit.
Mit berufenerer Stimme hat Werner Morlang einen Nachruf auf Gerhard Meier verfasst.


