Jonathan Littell dachte nicht an die Leichen

Littelll hat André Müller ein Interview gegeben. Littell, der mit seinem Roman „Die Wohlgesinnten“ berühmt geworden ist, sagt, er würde den Nobelpreis ablehnen (als ob er dafür in Frage käme) und er hasse Peter Handke leidenschaftlich.
Leider ist nur ein Teil des Interviews online geschaltet. Man könnte auch sagen, was freigeschaltet ist, genügt…

Gesprengte Toleranz / Missbrauch der Menschenrechte

In Britannien herrscht Empörung: die rechte Hand Ussama Bin Ladins, der Hassprediger Abu Katada, ein, nach den Worten eines Richters „gefährlicher Mann“ wurde aus dem Hochsicherheitstrakt entlassen und auf die Bevölkerung losgelassen. In Britannien wurde er nie rechtskräftig verurteilt, weil die Geheimdienste ihre Beweise nicht offenlegen wollten. Aber in seiner Heimat Jordanien hingegen wurde er in einem Abwesenheitsverfahren zu einer Gefängnisstrafe verurteilt. Britannien wollte ihn an Jordanien ausliefern, doch er fand äußerst milde Richter, die schützend ihre Hand über ihn halten mit dem Argument, das Urteil in Jordanien sei nicht in einem korrekten Verfahren zustande gekommen und es könnte sein, dass unter Folter erzwungene Aussagen gegen den Angeklagten verwendet würden. Ein Urteil, das in Britannien für Unruhe in den Medien und der Bevölkerung sorgt.

Während in Britannien nun also ein mutmaßlicher Terrorist in den Genuss der Freiheit gelangt, weil die Menschenrechte in Jordanien nicht gelten, muss Mark Stey sich vor dem Human Rights Tribunal der Human Rights Commission von British Columbia verantworten. Steyn hat im Oktober 2006 in dem Magazin “Maclean’s” einen Text (deutsche Übersetzung) veröffentlicht („Why the Future Belongs to Islam“), in dem er den demographischen Wandel in Europa beschrieb. Vertreter kanadischer Muslimverbände fühlten sich beleidigt und haben sich an die Human Rights Commission von British Columbia gewandt. Jetzt müssen sich Steyn und der Herausgeber des Magazins wegen “Islamophobie” verantworten.
Man rauft sich die Haare – und wundert sich nicht, dass ein US-Blog mit dem Preis für Medienfreiheit bedacht wird.

Christoph Blochers Ja zur Personenfreizügigkeit

Eigentlich gehört das nicht hierher. Es war eine Fehlermeldung, die uns veranlasst hat, hier zu posten. Ex-Bundesrat Christoph Blocher hat die SVP Schweiz dazu aufgerufen, auf ein Referendum zur Personenfreizügigkeit mit der EU zu verzichten. Eine Begründung steht noch aus.
Wir berichten…

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Das Lob für die Iren

Jürgen Habermas begrüsst das Nein der Iren zum Lisaboner-Vertrag der EU. Dieses Nein nämlich zwinge die EU ihre Bürger über Europa entscheiden zu lassen, schreibt Habermas.

„Von der EU-Mitgliedschaft hat man mehr oder weniger profitiert. Warum soll sich dann etwas ändern? Bedeutet nicht jede Stärkung der europäischen Institutionen die Schwächung von demokratischen Stimmen, die doch nur im nationalstaatlichen Raum gehört werden?

Die Bürger spüren den Paternalismus. Sie sollen wieder einmal etwas ratifizieren, woran sie nicht beteiligt waren. Freilich hat die Regierung in Aussicht gestellt, dieses Mal das Referendum nicht wiederholen zu lassen, bis das Volk endlich akklamiert. Und sind die Iren, dieses kleine Volk von Widerständlern, nicht die einzigen im weiten Europa, die überhaupt nach ihrer Meinung gefragt werden?
Sie wollen nicht wie Stimmvieh behandelt werden, das zur Urne getrieben wird. Mit Ausnahme von drei „Nein“ sagenden Parlamentsabgeordneten steht ihnen die ganze politische Klasse geschlossen gegenüber. Damit stellt sich gewissermaßen die Politik als solche zur Wahl. Umso größer die Versuchung, „der“ Politik einen Denkzettel zu verpassen. Heute ist diese Versuchung überall groß.
(…)
Das ist der pure Zynismus der Macher gegenüber dem verbal bezeugten Respekt vor dem Wähler…

Mal ehrlich: so viel Klarsicht hätte ich Haberms gar nicht zugetraut…

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