In Britannien herrscht Empörung: die rechte Hand Ussama Bin Ladins, der Hassprediger Abu Katada, ein, nach den Worten eines Richters „gefährlicher Mann“ wurde aus dem Hochsicherheitstrakt entlassen und auf die Bevölkerung losgelassen. In Britannien wurde er nie rechtskräftig verurteilt, weil die Geheimdienste ihre Beweise nicht offenlegen wollten. Aber in seiner Heimat Jordanien hingegen wurde er in einem Abwesenheitsverfahren zu einer Gefängnisstrafe verurteilt. Britannien wollte ihn an Jordanien ausliefern, doch er fand äußerst milde Richter, die schützend ihre Hand über ihn halten mit dem Argument, das Urteil in Jordanien sei nicht in einem korrekten Verfahren zustande gekommen und es könnte sein, dass unter Folter erzwungene Aussagen gegen den Angeklagten verwendet würden. Ein Urteil, das in Britannien für Unruhe in den Medien und der Bevölkerung sorgt.
Während in Britannien nun also ein mutmaßlicher Terrorist in den Genuss der Freiheit gelangt, weil die Menschenrechte in Jordanien nicht gelten, muss Mark Stey sich vor dem Human Rights Tribunal der Human Rights Commission von British Columbia verantworten. Steyn hat im Oktober 2006 in dem Magazin “Maclean’s” einen Text (deutsche Übersetzung) veröffentlicht („Why the Future Belongs to Islam“), in dem er den demographischen Wandel in Europa beschrieb. Vertreter kanadischer Muslimverbände fühlten sich beleidigt und haben sich an die Human Rights Commission von British Columbia gewandt. Jetzt müssen sich Steyn und der Herausgeber des Magazins wegen “Islamophobie” verantworten.
Man rauft sich die Haare – und wundert sich nicht, dass ein US-Blog mit dem Preis für Medienfreiheit bedacht wird.