Als Gottes Botschafter zum Star

Matthias Heine fragt nach den Gründen für den Erfolg von Hape Kerkelings Buch “Ich bin dann mal weg”, das seit zwei Jahren an der Spitze der Bestsellerliste steht.
Kerkeling, meint, Heine, knüpfe an der Jakobsweg-Methode, die die wiedergeburtsgläubige Esoterikerin Shirley McLaine mit ihrem im Jahr 2000 veröffentlichten Buch “The Camino” angefangen habe.

“Inwieweit sich hinter Kerkelings Erfolg tatsächlich eine neu erwachte Sehnsucht nach alteuropäischer Spiritualität verbirgt, ist viel diskutiert worden. Beim Autor selbst ist sie durchaus vorhanden. Kerkeling und seine Wandergefährtinnen fragen sich bei einer weinseligen Pilgerrunde: “Hat Gott eigentlich auf dem Weg mit euch gesprochen?” Es dauert, bis jemand antwortet: “Sure he did!”, sagt Sheelagh. Klar, hat er. Dann gestehen es alle. Und die Fragestellerin, Evi aus Schweden, strahlt: “Ja, wenn er zu einem spricht, dann ist man zunächst so voller Freude … aber dann kommen einem die Zweifel. Bin ich verrückt, bilde ich mir das ein, halte ich mich für was Besonderes? Aber dann, wenn man es weiter zulässt, geschehen unglaublich Dinge! Wunder!”

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