„Bienvenue chez les Ch’tis“ – der Film

Gerhard Midding stellt den größten französischen Filmerfolg innerhalb Frankreichs vor – die Komödie „Bienvenue chez les Ch’tis“, die Frankreichs Norden auf den Arm nimmt.

Der Autobahnpolizist versteht die Welt nicht mehr. Immerhin hat er selten mit Verkehrssündern zu tun, die das Mindesttempo unterschreiten. Aber als er vom harten Schicksal des Mannes erfährt, den er angehalten hat, ist sein Mitgefühl groß: Er war bisher Leiter des Postamtes in Salon-de-Provence und ist nun in den Norden strafversetzt worden.

Seine Frau hat ihn mit Winterjacke, Pelzmütze und Schneestiefeln ausstaffiert, denn aus provençalischer Sicht beginnt der Polarkreis gleich hinter der Loire. „Bon courage!“ gibt der Polizist ihm mit auf den Weg; man weiß schließlich, wie rau die Sitten im Norden sind, wo die Einheimischen die Trostlosigkeit ihrer Existenz nur mit exzessiven Alkoholgenuss und schwer im Magen liegender Küche ertragen.

Die Abenteuer, die der verzagte Philippe Abrams (Kad Merad, der für „Keine Sorge, mir geht’s gut“ einen César erhielt) dort erlebt, haben jetzt schon mehr Zuschauer als jeder französische Film zuvor in die Kinos gelockt. Bereits bei seinem Vorstart in der Region Nord-Pas de Calais hat er Rekorde gebrochen: Ein Viertel der dortigen Bevölkerung strömte allein in den ersten zwei Wochen in „Bienvenue chez les Ch’tis“, in dem ein Sohn der Region nicht nur die Hauptrolle spielt, sondern den er auch geschrieben und inszeniert hat: der Komiker Dany Boon, Kinozuschauern hier zu Lande als Partner Daniel Auteuils in „Mein bester Freund“ vertraut.

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