Die Leipziger Buchmesse stand bisher im Schatten ihrer grossen Schwester, der Frankfurter Buchmesse, doch jetzt ist sie dabei, aufzuholen – und wie.
Silke Bartlick berichtet aus Leipzig
“Weniger der Handel mit Lizenzen als vielmehr die Debatte über Inhalte dominiert diese Messe. Allein 370 Lesungen, Workshops und Aktionen richten sich direkt an ein junges Publikum. Man betreibe aktive Leseförderung, heißt es seitens der Messeleitung. Dass das Konzept aufgeht, beweisen alljährlich zahllose Besucher unter 18 Jahren, die in Begeisterungsstürme ausbrechen, wenn japanische Zeichner ihre Mangas signieren und die brav Prospekte einsammeln oder auf Hallenböden kauern – versunken in ein eben erworbenes Buch. Leser, die übers Jahr auch Geld an den Kassen deutscher Buchhandlungen lassen und damit zu einer bemerkenswerten Umsatzsteigerung beigetragen haben: “Im Jahre 2007 ist auf den Hauptvertriebswegen, also, das meint den Buchhandel, den Sortimentsbuchhandel, den stationären Buchhandel, Warenhäuserbereiche, E-Commerce, also auf den Hauptvertriebswegen ist der Umsatz des Buches um 3,9 Prozent gestiegen. Das ist eine unglaubliche Zahl für den Buchhandel”, sagt Gottfried Honnefelder, Vorsteher des Börsenvereins des Deutschen Buchhandels.”



30. März 2008 um 16:30
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