„Tanöd“ ist kein Plagiat

(sda)Im Streit um den Bestseller «Tannöd» sieht das Landgericht München I die Plagiatsvorwürfe als nicht gerechtfertigt an. Zu Beginn des Prozesses sagte der Vorsitzende Richter am Mittwoch, die Zivilkammer nehme keine Urheberrechtsverletzungen der Autorin Andrea Maria Schenkel an.

Der Sechsfach-Mord, der Grundlage für den Kriminalroman ist, sei ein belegtes historisches Ereignis. Der Münchner Journalist Peter Leuschner, der zwei Bücher über den Mordfall geschrieben hat, beschuldigt Schenkel, sie habe für «Tannöd» von ihm abgeschrieben. «Tannöd» wurde nach Angaben des Verlages bisher mehr als 550′000 mal verkauft.

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Abschied vom Rechtsstaat

Der Schriftsteller Burkhard Spinnen zieht in einem Essay eine vorläufige Bilanz zum Symbolgehalt des Falls Zumwinkel.

„Ich fange gewissermaßen unten an, beim barocken Bewusstsein von der Nichtigkeit allen Glanzes und aller Herrlichkeit. Für dieses Bewusstsein, das auch heute noch verbreitet ist, fällt Zumwinkel stellvertretend für Seinesgleichen aus den Höhen von Macht und Reputation in den Orkus der Schande. Politiker sprechen ja bereits von den Steuerhinterziehern als den „neuen Asozialen“, der Spiegel titelt mit „Staatsfeind Steuersünder“.
Die aktuelle Argumentation der Steuerbehörden ist nicht mehr allein vom Hinweis auf den Gesetzesbruch und seine Verfolgung geprägt – nein, ganz offen präsentiert die Staatsmacht die Begründung für ihr Vorgehen als das Ergebnis einer einfachen ökonomischen Berechnung: Für fünf Millionen Einsatz bekomme sie Hunderte Millionen zurück! Das heißt: Gesetzesbrecher und Gesetzeshüter treffen sich ab jetzt ‘auf Augenhöhe’. Vom ‘Staatsfeind’ und von der moralischen Verfehlung mag auch die Rede sein; doch dominierend erscheint die Geschäftsbilanz des Fiskus.“

Das heißt für mich, Deutschland verabschiedet sich vom Rechtsstaat und tritt in die Fußstapfen der Stasi. Einer Christel Wegner, die sich die DDR-Stasi-Zeiten zurückwünscht, sieht ihre Wünsche bereits erfüllt.

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Islamisierung der Türkei?

Necla Kelek warnt im Gespräch Joachim Güntner vor einer Islamisierung der türkischen Politik durch die regierende Partei AKP und das Religionsministerium, das auch in Deutschland aktiv ist: „Allein in Deutschland beten und leben über 800 von der Türkei bezahlte Vorbeter in den Moscheen. Das sind alles Schritte in Richtung eines islamischen Landes. Und in der Türkei stehen heute, als Folge der AKP-Regierung, mehr Moscheen als Schulen. Dabei ist das Bildungssystem marode. Doch die Gelder fließen in den Moscheebau, und Imame werden nach Deutschland und Europa entsandt.“

Deutschlands neue Helden

Plötzlich wird in Deutschland ein Loblied angestimmt auf eine Berufsgruppe, die bis vor einigen Tagen noch eine der verhasstesten war. Ein jeder Steuerfahnder bringe dem Deutschen Staat für nur 80.000 Euro pro Jahr eine Million Euro. Darum wird vielstimmig gefordert, den Personalbestand bei den Steuerfahndern massiv zu erhöhen. – Ich finde das wunderbar, weil dann die Steuersünderchen, die dem Hehler BND jetzt jubeln und Häme und Spott über die verhassten „Reichen“ gießen, endlich auch zur Kasse gebeten werden.

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