“Nein”, denkt der Leser

Alles, wirklich alles in FAZ und FAS dreht sich um “Die Wohlgesinnten” von Jonathan Littell.

Was ist das für ein Buch? Ein schreckliches Buch, ein Horrorbuch, grauenhaft, kitschig, brutal, pervers und obszön! Ein Buch über den Holocaust aus der Sicht eines Täters. Der SS-Obersturmbannführer Dr. iur. Maximilian Aue, schwul, Platonleser, leidenschaftlicher Verehrer von klassischer Bildung und Klaviermusik, in inzestuöser Radikalliebe seiner Zwillingsschwester verfallen, begleitet als beobachtender Täter die deutschen Truppen nach Osten und wieder zurück. Er ist bei den ersten Massenerschießungen in der Ukraine und im Kaukasus dabei, er ist eingeschlossen im Kessel von Stalingrad, er ist im Paris der Kollaborateure, immer wieder in Berlin, in den Lagern und Gaskammern von Auschwitz und am Ende in rasender Flucht auf dem Weg zurück nach Berlin, schließlich beim letzten Konzert der Philharmoniker in der Staatsoper, im Führerbunker, am Ende ganz allein am Zoo inmitten einer untergehenden Welt.

Hm, ich glaube, ich lese nur die Rezensionen – mehr nicht ;-)

Eine Antwort zu „“Nein”, denkt der Leser“

  1. Der Umblätterer » Die FAS gegen Jonathan Littell Sagt:

    [...] diese Seite ist voll von Subversion gegen ihren Gegenstand. Die Besprechung von Volker Weidermann ätzt gegen das Buch, und wenn man den Artikel in der Mitte beendet und beiseitelegt (wie es der [...]


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