Andreas Isenschmid erklärt Jonathan Littells Roman „Die Wohlgesinnten“ bereits heute zu den „Darstellungen des nationalsozialistischen Judenmords“.
„Das ist ein Roman, und das ist ein Autor, vor denen man sich verneigen muss. «Die Wohlgesinnten» des 40-jährigen, französisch schreibenden Amerikaners Jonathan Littell ist ein grossartiges Buch, mag es auch zu den grausamsten der Weltliteratur gehören. Es erzählt durch die Augen des SS-Offiziers Max Aue die Geschichte des Zweiten Weltkriegs und des nationalsozialistischen Massenmords an den europäischen Juden. Es zeigt uns den Schrecken des Mordens und des Krieges in oft fast unerträglicher Detailliertheit. Doch nicht für einen Augenblick beschleicht einen der Gedanke, dass der Autor leichtfertig die Ästhetisierung des Grauens betreibt.“
Sind jetzt alle verrückt geworden oder will man die Geschichtsschreibung mit allen Mitteln der Kunst verändern?


