Der Perlentaucher Prozess

Die FAZ und die mit in dieser Sache scheinbar verbündete Sueddeutsche führen einen Prozess gegen das Kleinunternehmen Perlentaucher, weil dieser Rezensionen sammelt. Für die Leser ist der Perlentaucher von schier unschätzbarem Wert, weil Vergleiche möglich sind zwischen den Rezensionen der einen mit jener der anderen Zeitungen und weil alles so übersichtlich gegliedert ist, dass ein jeder auf den ersten Blick erkennen kann, was für ihn von Interesse ist.

Es gab eine Zeit, da liebte der FAZ-Kulturchef Frank Schirrmacher den Perlentaucher über alles und bekannte auf öffentlichen Veranstaltungen, daß er jeden Morgen nach dem Einschalten des Computers als erstes die Seite „perlentaucher.de“ anklicke. Diese Zeit ist lange vorbei. Vielleicht muß man inzwischen tatsächlich von Haß sprechen. Die Art und Weise, wie Schirrmacher in seiner Zeitung über den Perlentaucher schreiben läßt, legt zumindest die Vermutung nahe. Doch schreiben ist das eine; prozessieren ist noch etwas anderes. Bei dem jetzt laufenden Prozeß geht es sehr wohl um die Existenz der kleinen Firma Perlentaucher, selbst wenn das nicht offen gesagt wird und der Angriff auf einem Nebenschauplatz erfolgt.

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Bücherherbst 2007

Online erreichbar für einige Monate sind drei Dutzend Buchbesprechungen von der katalanischen Literatur über Neue Literatur bis zum Neuen Sachbuch.